Skandinavien - Dänemark - Norwegen - Schweden


           Es ist schon wieder 4 Jahre her, das ich in Skandinavien unterwegs war.

                        Höchste Zeit, wieder meine Lieblingsgegend zu bereisen.

Anm 26. Mai fuhren wir los, zuerst ein paar Tage nach Dänemark, dann mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand. Die Norwegische Nordsee-Küste hoch, bis nach Trondheim.

Dann rüber nach Schweden, über Östersund Richtung Süden, bei Malmö über Östersundbrücke nach Dänemark. Über Südseeland auf die Inseln Mon - Falster und Lolland, zurück über Fehmarn nach Deutschland.

Insgesamt waren wir 5 Wochen unterwegs und sind 7250 km gefahren.



Bei strahlenden Sonnenschein, fuhren wir am ersten Tag bis in die Nähe von Rothenburg an der Fulda, nach Braach, einem kleinem Ort mit einem sehr schönen kostenlosen Stellplatz am See. Ein wenig die Sonne genießen und Abends noch ein Spaziergang um den See herum.

Das fängt doch schon mal perfekt an.

Am nächsten Morgen, bei strahlendem Sonnenschein, fuhren wir wieder auf die A7 Richtung Norden.  Es lief eigentlich flüssig, bis kurz hinter Hildesheim. Vollsperrung auf der BAB, wir hatten Glück und kamen gerade noch raus aus dem Stau. Es ist sowieso Zeit für eine Kaffeepause. Vor dem Freibad von Sarstedt haben wir einen schönen Parkplatz gefunden, der auch zum Übernachten geeignet ist. Nach einer Stunde fuhren wir weiter auf der Bundesstraße, bis zur nächsten Anschlußstelle. Super - Glück gehabt. Aber leider nicht lange, Hinter Fallingbostel die nächste Vollsperrung, diesmal kam ich nicht mehr rechtzeitig runter von der BAB. Nach rund 1 Stunde stehen auf der Autobahn, kamen wir runter von BAB. In der Nähe ist ein Stellplatz,  genug für heute, auf nach Dorfmark auf den Stellplatz. Noch waren genügend freie Stellplätze, aber nicht lange.....

Ganz so ruhig war die Nacht diesmal nicht, die Autobahn war zu hören und ab und zu fuhr ein Zug in der Nähe vorbei. Für € 12,-- die Nacht inclusive Ver/Entsorgung, war der Platz ok.

Mit dem obligatorischen Stau um Hamburg herum, waren wir dann gegen Mittag in Dänemark. Unser erstes Ziel, war die wunderschöne alte Stadt Ribe. Der WoMo Stellplatz, wurde in den letzten 2 Jahren um einiges vergrößert, somit war sofort ein Parkplatz gefunden. Danke an die Stadt Ribe, für den kostenlosen Parkplatz in Stadt Nähe.

Ich kann jedem nur Empfehlen in Ribe halt zu machen, und die schöne alte Stadt mit Ihren Fachwerkhäusern zu besichtigen. Einfach - Hygge - wie man auf Dänisch sagt.

Übernachten wollten wir hier aber nicht, so sind wir weiter gefahren. In der Nähe von Esbjerg, gibt es einen paradischen Platz direkt am Strand, nachdem man ca. 5 km über Schotterstraßen durch den Wald gefahren ist. Hier stand ich schon einmal vor 2 Jahren. Einfach nur schön hier, haltet den Platz sauber, so das kein Verbotsschild irgendwann mal kommt.

Auch wenn der Übernachtungsplatz gigantisch war, ging die Reise weiter, es gibt noch soviel schönes zu sehen.

Wie z.B. der Vejers Autostrand bei Blavland, wo man mit dem Womobil bis direkt ans Meer fahren kann, auf dem breiten ewig langen Sandstrand, Übernachten ist aber verboten. Am frühen Morgen Sonnenschein am Strand und ein Strandspaziergang machen, was will man mehr?

Oder hinter dem Dorf Vesterhavsej, kommt ein alter romantischer Fischereihafen, wo wir unseren nächsten Halt gemacht haben. Bevor es zur Dünenwanderung am

Nyminde Strom ging. Eine schöne, aber sehr anstrengende Wanderung, auf die Dünen hoch und runter und entlang des Sandstrandes, wieder zurück zum Ludwig. Für die obligatorische Kaffeepause war es noch zu früh, also weiter zum Lyngvig Fyr, ein traumhaft schöner Leuchtturm in den Dünen, bei Holmsland.

Um die 228 Stufen hoch zu gehen, muss man im Kiosk die Eintrittskarten kaufen. Und was sehe ich da, super leckere Zimtschnecken, die bekommt die Brigitte zur Belohnung, da sie alleine da hoch gehen musste. Das ist mir zu hoch und die Knie spielen da auch nicht mehr mit.

Sie hat tolle Fotos von da oben gemacht, respekt vor soviel Mut, bei dem Wind da oben. Aus Solidarität habe ich natürlich 2 Zimtschnecken gekauft, die so lecker waren, wie sie ausgesehen haben.

Frisch gestärkt, ging die Fahrt weiter zu der Trans Kirke, an der Sandsteilküste, aus dem 12. Jht.. Die inzwischen sehr bedrohlich an der Steilküste steht, wo man mit Sand aufschütten und Molen versucht, den Verfall zu stoppen. Am Rande der Klippen geht ein Fussweg, ca 1.5 km lang zu dem nächsten Leuchtturm, dem Bovbjerg Fyr. Diesen Spaziergang haben wir gemacht, aber einen zweiten Leuchtturm am Tag zu besteigen, das war dann doch zuviel des guten.

Unser erstes Ziel heute, war Bulbjerg mit den 47 m hohen Klippen. Es gibt zwei Möglichkeiten zu parken, einmal oben an den Klippen mit dem alten Bunker und der tollen rund-um-Sicht. Es war sehr stürmisch oben auf den Klippen, interessanter war aber, die Klippen von unten anzuschauen. Deshalb sind wir den unteren Parkplatz auch angefahren. Schon immer wieder faszinierend, was die Natur, mit Wasser und Wind hinterlässt.

Am Thorup Strand bei Fjerritslev, werden die Fischer Boote mit einer Seilwinde an den Strand gezogen. Es sah schon eindrucksvoll aus, wie die Boote im Halbkreis an Land stehen.Wir hofften eigentlich frischen Fisch ein zu kaufen, aber der Ort war wie ausgestorben, obwohl es Samstag war. Dann halt nicht, wir haben noch genügend Proviant an Bord. 

Das nächste Erlebnis, ist der Rubjerg Knude Fyr, der mitten in der Wanderdüne steht. Auf dem Weg dahin, fiel uns noch die alte Windmühle Lyngmollen auf, aus dem Jahr 1886, wo wir einen kurzen Fotostopp eingelegt haben. Die Sehenswürdigkeit Nordjütlands, ist aber der Leuchtturm, und dem entsprechenden großen Parkplatz, auch für WoMo`s.  Wir haben uns fertiggemacht, mit festen Schuhwerk und Proviant im Rucksack, den sehr steilen, sandigen Weg mit starken Gegenwind zum Leuchtturm zu begehen. Das war an diesem windigen Tag, schon eine Herausforderung, aber eine sehr Lohnenswerte. Der aufgewirbelete Sand erschwerte das Laufen schon sehr Im Jahr 2019, musste der 29m hohe und 700 Tonnen schwere Leuchtturm, von der Steilküste etwa 70 m zurück versetzt werden. Da jedes Jahr die Brandung, aufgrund von kräftigen Stürmen 2 m von der Steilküste, frisst.

Zurück am Ludwig, war erstmal entspannung, bei Kaffee und Kuchen angesagt.

Da für den nächsten Tag, die Fähre nach Norwegen gebucht war, wurde es Zeit, nach Hirtshals zu fahren und einen Übernachtungsplatz anzufahren, den wir im Hafengebiet gefunden haben.

Den Tag abgeschlossen haben wir mit einem Spaziergang, durch das Hafengebiet von Hirtshals.


Wie so die Stellplätze in Stadt- und Hafennähe sind, nicht unbedingt ruhig, aber wir mussten ja rechtzeitig an der Fähre sein. Über die Hälfte der Fahrzeuge die, die Überfahrt nach Kristiansand machten, waren Wohnmobile.

Nach ungefähr in 3 Stunden waren wir in Norwegen, das ausquecken ging problemlos zügig. Da war ein Parkplatz zu suchen in Kristiansand bedeutend mühsamer.

Auf zur Stadtbesichtigung, vom Ortsteil Oderoya, hinunter ins Hafengebiet Gravanne mit ihren vielen schönen Kneippen und dem Kunstmuseum und weiter in die Fußgängerzone und entlang der Strandpromenade wieder zurück zum Parkplatz, nach rund 3 Stunden. Die Nacht haben wir hier nicht verbracht, da die Stunde Parken ca. €6,-- kostet, für die Nacht ca € 72,--, auf einem Asphaltplatz ohne irgenwelche V/E. Wir sind ca 15 km nördlich rausgefahren und haben kostenlos auf einem Wanderparkplatz übernachtet.

Bevor es am nächsten Tag in westlicher Richtung weiter fuhren, haben wir noch den Dieseltank, für € 1.63 gefüllt und eine Gasflasche aufgefüllt in Kristiansand.

Unser Ziel war das Südkap von Norwegen, mit einem Zwischenstopp in dem netten Ort Mandal.

Der südlichste Punkt von Norwegen, empfing uns im Nebel. Das machte Lindesnes noch mystischer mit dem rot weisen Leuchtturm auf den rundlichen Felsklötze. Das Gelände ist eingezäunt und kostet ca. € 6.-- pro Person Eintritt, damit kann man den Leuchtturm und die 2 kleinen Museume besichtigen. Der Eintrittpreis war es wert.

Auf dem Schotterplatz, könnte man für ca. € 10,-- Übernachten, aber wir zogen es vor weiterzufahren.

Einen kostenlosen Stellplatz haben wir bei Vanse gefunden, wo wir noch einen schönen Spaziergang gemacht haben, in der Stille der Natur.



In der Nacht es das erstemal geregnet auf unserer Tour und auch morgen sah es nicht sehr Wetterfreundlich aus.

Es gab zwei Möglichkeiten weiter zufahren, entweder wieder ein Stück zurück ca. 50 km, oder 25 km Schotterstraße am Farsund entlang, nach Flekkefjord. Wir haben uns für die kürzere schönere Strecke entschieden.

Beim kostenlosen Ver-Entsorgen in Flekkefjord war die gefahrende Erdstraße dem Ludwig anzusehen.

Weiter ging die Fahrt in Richtung Egersund, entlang am Jössingfjord, über enge Straßen bergauf und bergab, anstrengend aber wunderschön. Kurz vor Haugge kam ein Wegweiser zu "Hellern", was ist das? Kurze Pause wäre sowieso gut, und ein kleiner Spaziergang schadet auch nicht. In einem Steinbruch, stehen 2 kleine alte Häuser direkt unter die überhängenden Felswände : Sah putzig aus, und gegenüber ein modernes Bürogebäude. Der nächste Halt mit Kaffeepause haben wir in Hauge am Linepollen gemacht. Das wäre auch ein schöner Übernachtungsplatz. Doch bevor wir weiterfuhren, haben wir noch einen Spaziergang zum Ruggestein gemacht. Das ist ein 60 Tonnen schwerer Riesenfelsklotz, der sich in gemütlichen Schwingungen versetzten lassen soll. Wir haben es , trotz aller Bemühungen nicht geschafft.

Den nächsten Halt haben wir dann in Egersund gemacht um uns das Städtchen anzuschauen. Es war aber leider nicht viel zum anschauen.

Übernachtet haben wir dann am Grodaland Bygdemuseum, an einem ruhigen abseits gelegenen Wanderparkplatz. perfekt für die Nacht, ruhige und Spazierwege.

Unser heutiges Ziel war die Stadt Stavanger, mit einem halt in Madla um die 3 Riesenschwerter zu besichtigen. Vor lauter parkende Omnibussen mussten wir ein stückchen entfernt parken. Das ist ein wichtiger Ort für die Norweger, der Sverd i Fjell, der an die Schlacht am Hafrsfjord im Jahre 900 und an die Reichseinigung erinnert. Das ist schon spektakulär die rießigen Schwerter, doch noch mehr Aufmerksamkeit errangen die rund 30 Jugendlichen Frauen und Männer, die mit viel Geschrei in die Nordsee gesprungen sind, bei 12 Grad Aussentemperatur. Respekt! von einem Warmduscher.

Auf zum eigentlichen Ziel, den Parkplatz am Ölmuseum in Stavanger, aufgrund von ein paar Baustellen dauerte es ein wenig bis wir den Parkplatz erreicht haben.

Stavanger hat wunderschöne alte bunte Holzhäuser, aber auch sehr moderne Gebäude wie das Ölmuseum. Hier ist das Zentrum der Ölindustrie von Norwegen, und das sieht man, an den gepflegten alten Häusern und den modernen Gebäuden. Wir waren begeistert von Stavanger und der lebendigen  Fußgängerzone. Meine Partnerin war besonders begeistert, von dem sehr gut sortierten Wolleladen, puh... ich hatte Glück, vor dem Laden war eine "Männerabstellbank". Mit leckeren Zimtschnecken bestückt, waren wir nach 3 Stunden, wieder am Ludwig. Die Kaffeepause wollten wir außerhalb von der Stadt machen, so das wir uns einen netten Segelhafen gesucht,  und uns vom Stadtbummel erholt, haben.

Weiter ging die Reise, über Sandnes nach Lauvik, wo wir per Fähre, den Hogsfjord überquert haben. Zu unserem heutigen Übernachtungsziel in Jorpeland direkt am Lysefjord. Ein traumhafter Stellplatz, für €10.-- nur bar in den Briefkasten, am Bootshafen.




Auf unser heutiges Ziel, habe ich mich sehr gefreut, denn vor 32 Jahren war ich mit meinen Jungs, schon mal hier, als wir den berühmten Preikestolen bestiegen haben.

Also hoch fahren zum Parkplatz am Preikestolen, der damals noch viel kleiner und ohne Gebäude war und man konnte kostenlos Parken (heute ca. € 25,-- der Parkplatz). Die Zeiten haben sich geändert, hier ist jetzt Tourismus pur. Wanderschuhe anziehen, Rucksack packen und los geht es bei leichtem Nieselregen. Vor 32 Jahren war der Weg nicht so steil, in meiner Erinnerung, oder war ich da noch fitter? Nach dreiviertel des Weges, haben wir umgedreht. Durch den Regen war es mir zu glitschig, denn runter ist es noch anstrengender als hoch laufen.

Es war absolut richtig, die Tour abzubrechen, auch wenn ich von mir enttäuscht war.

Unsere Erholungspause haben wir dann an unserem Übernachtungsplatz eingelegt, bevor wir weiterfuhren.

Entlang des Jossefjord , weiter am Ardalfjord und bis zur Fähre in Hjelmeland, die gerade abfuhr als wir ankamen.

Eine halbe Stunde später waren wir auf der Fähre nach Nesvik. Nun entlang des Jessefjords, in den Tunnel rein und raus und der nächste folgt so gleich, bis zur Mitte des Fjords, dann geht es steil hoch in die Berge und wieder runter zum Erfjord. Eine wunderschöne Landschaft, aber anstregend zu fahren, da es teilweise sehr eng war. Unser heutiges Ziel war der Stellplatz in Sand, am Ryfylkemuseet. Wir hatten Glück, den letzten freien Platz haben wir bekommen, direkt am Hafengelände. Nach einer Runde laufen durch den Ort und einkaufen beim Co-op, haben wir uns ins WoMo zurück gezogen und leckeren Räucherfisch gegessen.