Skandinavien - Dänemark - Norwegen - Schweden

Es ist schon wieder 4 Jahre her, das ich in Skandinavien unterwegs war.
Höchste Zeit, wieder meine Lieblingsgegend zu bereisen.
Am 26. Mai fuhren wir los, zuerst ein paar Tage nach Dänemark, dann mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand. Die Norwegische Nordsee-Küste hoch, bis nach Trondheim.
Dann rüber nach Schweden, über Östersund Richtung Süden, bei Malmö über die Östersundbrücke nach Dänemark. Über Südseeland auf die Inseln Mon - Falster und Lolland, zurück über Fehmarn nach Deutschland.
Insgesamt waren wir 5 Wochen unterwegs und sind 7250 km gefahren.
Bei strahlenden Sonnenschein, fuhren wir am ersten Tag bis in die Nähe von Rothenburg an der Fulda, nach Braach, einem kleinem Ort mit einem sehr schönen kostenlosen Stellplatz am See. Ein wenig die Sonne genießen und Abends noch ein Spaziergang um den See herum.
Das fängt doch schon mal perfekt an.
Am nächsten Morgen, bei strahlendem Sonnenschein, fuhren wir wieder auf die A7 Richtung Norden. Es lief eigentlich flüssig, bis kurz hinter Hildesheim. Vollsperrung auf der BAB, wir hatten Glück und kamen gerade noch raus aus dem Stau. Es ist sowieso Zeit für eine Kaffeepause. Vor dem Freibad von Sarstedt haben wir einen schönen Parkplatz gefunden, der auch zum Übernachten geeignet ist. Nach einer Stunde fuhren wir weiter auf der Bundesstraße, bis zur nächsten Anschlußstelle. Super - Glück gehabt. Aber leider nicht lange, Hinter Fallingbostel die nächste Vollsperrung, diesmal kam ich nicht mehr rechtzeitig runter von der BAB. Nach rund 1 Stunde stehen auf der Autobahn, kamen wir runter von BAB. In der Nähe ist ein Stellplatz, genug für heute, auf nach Dorfmark auf den Stellplatz. Noch waren genügend freie Stellplätze, aber nicht lange.....
Ganz so ruhig war die Nacht diesmal nicht, die Autobahn war zu hören und ab und zu fuhr ein Zug in der Nähe vorbei. Für € 12,-- die Nacht inclusive Ver/Entsorgung, war der Platz ok.
Mit dem obligatorischen Stau um Hamburg herum, waren wir dann gegen Mittag in Dänemark. Unser erstes Ziel, war die wunderschöne alte Stadt Ribe. Der WoMo Stellplatz, wurde in den letzten 2 Jahren um einiges vergrößert, somit war sofort ein Parkplatz gefunden. Danke an die Stadt Ribe, für den kostenlosen Parkplatz in Stadt Nähe.
Ich kann jedem nur Empfehlen in Ribe halt zu machen, und die schöne alte Stadt mit Ihren Fachwerkhäusern zu besichtigen. Einfach - Hygge - wie man auf Dänisch sagt.
Übernachten wollten wir hier aber nicht, so sind wir weiter gefahren. In der Nähe von Esbjerg, gibt es einen paradischen Platz direkt am Strand, nachdem man ca. 5 km über Schotterstraßen durch den Wald gefahren ist. Hier stand ich schon einmal vor 2 Jahren. Einfach nur schön hier, haltet den Platz sauber, so das kein Verbotsschild irgendwann mal kommt.
Auch wenn der Übernachtungsplatz gigantisch war, ging die Reise weiter, es gibt noch soviel schönes zu sehen.
Wie z.B. der Vejers Autostrand bei Blavland, wo man mit dem Womobil bis direkt ans Meer fahren kann, auf dem breiten ewig langen Sandstrand, Übernachten ist aber verboten. Am frühen Morgen Sonnenschein am Strand und ein Strandspaziergang machen, was will man mehr?
Oder hinter dem Dorf Vesterhavsej, kommt ein alter romantischer Fischereihafen, wo wir unseren nächsten Halt gemacht haben. Bevor es zur Dünenwanderung am
Nyminde Strom ging. Eine schöne, aber sehr anstrengende Wanderung, auf die Dünen hoch und runter und entlang des Sandstrandes, wieder zurück zum Ludwig. Für die obligatorische Kaffeepause war es noch zu früh, also weiter zum Lyngvig Fyr, ein traumhaft schöner Leuchtturm in den Dünen, bei Holmsland.
Um die 228 Stufen hoch zu gehen, muss man im Kiosk die Eintrittskarten kaufen. Und was sehe ich da, super leckere Zimtschnecken, die bekommt die Brigitte zur Belohnung, da sie alleine da hoch gehen musste. Das ist mir zu hoch und die Knie spielen da auch nicht mehr mit.
Sie hat tolle Fotos von da oben gemacht, respekt vor soviel Mut, bei dem Wind da oben. Aus Solidarität habe ich natürlich 2 Zimtschnecken gekauft, die so lecker waren, wie sie ausgesehen haben.
Frisch gestärkt, ging die Fahrt weiter zu der Trans Kirke, an der Sandsteilküste, aus dem 12. Jht.. Die inzwischen sehr bedrohlich an der Steilküste steht, wo man mit Sand aufschütten und Molen versucht, den Verfall zu stoppen. Am Rande der Klippen geht ein Fussweg, ca 1.5 km lang zu dem nächsten Leuchtturm, dem Bovbjerg Fyr. Diesen Spaziergang haben wir gemacht, aber einen zweiten Leuchtturm am Tag zu besteigen, das war dann doch zuviel des guten.
Unser erstes Ziel heute, war Bulbjerg mit den 47 m hohen Klippen. Es gibt zwei Möglichkeiten zu parken, einmal oben an den Klippen mit dem alten Bunker und der tollen rund-um-Sicht. Es war sehr stürmisch oben auf den Klippen, interessanter war aber, die Klippen von unten anzuschauen. Deshalb sind wir den unteren Parkplatz auch angefahren. Schon immer wieder faszinierend, was die Natur, mit Wasser und Wind hinterlässt.
Am Thorup Strand bei Fjerritslev, werden die Fischer Boote mit einer Seilwinde an den Strand gezogen. Es sah schon eindrucksvoll aus, wie die Boote im Halbkreis an Land stehen. Wir hofften eigentlich frischen Fisch ein zukaufen, aber der Ort war wie ausgestorben, obwohl es Samstag war. Dann halt nicht, wir haben noch genügend Proviant an Bord.
Das nächste Erlebnis, ist der Rubjerg Knude Fyr, der mitten in der Wanderdüne steht. Auf dem Weg dahin, fiel uns noch die alte Windmühle Lyngmollen auf, aus dem Jahr 1886, wo wir einen kurzen Fotostopp eingelegt haben. Die Sehenswürdigkeit Nordjütlands, ist aber der Leuchtturm, und dem entsprechenden großen Parkplatz, auch für WoMo`s. Wir haben uns fertiggemacht, mit festen Schuhwerk und Proviant im Rucksack, den sehr steilen, sandigen Weg mit starken Gegenwind zum Leuchtturm zu begehen. Das war an diesem windigen Tag, schon eine Herausforderung, aber eine sehr Lohnenswerte. Der aufgewirbelete Sand erschwerte das Laufen schon sehr. Im Jahr 2019, musste der 29m hohe und 700 Tonnen schwere Leuchtturm, von der Steilküste etwa 70 m zurück versetzt werden. Da jedes Jahr die Brandung, aufgrund von kräftigen Stürmen 2 m von der Steilküste, frisst.
Zurück am Ludwig, war erstmal entspannung, bei Kaffee und Kuchen angesagt.
Da für den nächsten Tag, die Fähre nach Norwegen gebucht war, wurde es Zeit, nach Hirtshals zu fahren und einen Übernachtungsplatz anzufahren, den wir im Hafengebiet gefunden haben.
Den Tag abgeschlossen haben wir mit einem Spaziergang, durch das Hafengebiet von Hirtshals.
Wie so die Stellplätze in Stadt- und Hafennähe sind, nicht unbedingt ruhig, aber wir mussten ja rechtzeitig an der Fähre sein. Über die Hälfte der Fahrzeuge die, die Überfahrt nach Kristiansand machten, waren Wohnmobile.
Nach ungefähr in 3 Stunden waren wir in Norwegen, das ausquecken ging problemlos zügig. Da war ein Parkplatz zu suchen in Kristiansand bedeutend mühsamer.
Auf zur Stadtbesichtigung, vom Ortsteil Oderoya, hinunter ins Hafengebiet Gravanne mit ihren vielen schönen Kneippen und dem Kunstmuseum und weiter in die Fußgängerzone und entlang der Strandpromenade wieder zurück zum Parkplatz, nach rund 3 Stunden. Die Nacht haben wir hier nicht verbracht, da die Stunde Parken ca. €6,-- kostet, für die Nacht ca € 72,--, auf einem Asphaltplatz ohne irgenwelche V/E. Wir sind ca 15 km nördlich rausgefahren und haben kostenlos auf einem Wanderparkplatz übernachtet.
Bevor es am nächsten Tag in westlicher Richtung weiter ging, haben wir noch den Dieseltank, für € 1.63 gefüllt und eine Gasflasche aufgefüllt in Kristiansand.
Unser Ziel war das Südkap von Norwegen, mit einem Zwischenstopp in dem netten Ort Mandal.
Der südlichste Punkt von Norwegen, empfing uns im Nebel. Das machte Lindesnes noch mystischer mit dem rot weisen Leuchtturm auf den rundlichen Felsklötzen. Das Gelände ist eingezäunt und kostet ca. € 6.-- pro Person Eintritt, damit kann man den Leuchtturm und die 2 kleinen Museume besichtigen. Der Eintrittpreis war es wert.
Auf dem Schotterplatz, könnte man für ca. € 10,-- Übernachten, aber wir zogen es vor, weiterzufahren.
Einen kostenlosen Stellplatz haben wir bei Vanse gefunden, wo wir noch einen schönen Spaziergang gemacht haben, in der Stille der Natur.
In der Nacht es das erstemal geregnet auf unserer Tour und auch morgen sah es nicht sehr Wetterfreundlich aus.
Es gab zwei Möglichkeiten weiter zufahren, entweder wieder ein Stück zurück ca. 50 km, oder 25 km Schotterstraße am Farsund entlang, nach Flekkefjord. Wir haben uns für die kürzere schönere Strecke entschieden.
Beim kostenlosen Ver-Entsorgen in Flekkefjord war die gefahrende Erdstraße dem Ludwig anzusehen.
Weiter ging die Fahrt in Richtung Egersund, entlang am Jössingfjord, über enge Straßen bergauf und bergab, anstrengend aber wunderschön. Kurz vor Haugge kam ein Wegweiser zu "Hellern", was ist das? Kurze Pause wäre sowieso gut, und ein kleiner Spaziergang schadet auch nicht. In einem Steinbruch, stehen 2 kleine alte Häuser direkt unter den überhängenden Felswänden : Sah putzig aus, und gegenüber ein modernes Bürogebäude. Der nächste Halt mit Kaffeepause haben wir in Hauge am Linepollen gemacht. Das wäre auch ein schöner Übernachtungsplatz. Doch bevor wir weiterfuhren, haben wir noch einen Spaziergang zum Ruggestein gemacht. Das ist ein 60 Tonnen schwerer Riesenfelsklotz, der sich in gemütlichen Schwingungen versetzten lassen soll. Wir haben es , trotz aller Bemühungen nicht geschafft.
Den nächsten Halt haben wir dann in Egersund gemacht um uns das Städtchen anzuschauen. Es war aber leider nicht viel zum anschauen.
Übernachtet haben wir dann am Grodaland Bygdemuseum, an einem ruhigen abseits gelegenen Wanderparkplatz, perfekt für die Nacht, mit schönen Spazierwege.
Unser heutiges Ziel war die Stadt Stavanger, mit einem halt in Madla um die 3 Riesenschwerter zu besichtigen. Vor lauter parkende Omnibussen mussten wir ein stückchen entfernt parken. Das ist ein wichtiger Ort für die Norweger, der Sverd i Fjell, der an die Schlacht am Hafrsfjord im Jahre 900 und an die Reichseinigung erinnert. Das ist schon spektakulär die rießigen Schwerter zu besichtigen, doch noch mehr Aufmerksamkeit errangen die rund 30 Jugendlichen Frauen und Männer, die mit viel Geschrei in die Nordsee gesprungen sind, bei 12 Grad Aussentemperatur. Respekt! Von einem Warmduscher.
Auf zum eigentlichen Ziel, den Parkplatz am Ölmuseum in Stavanger, aufgrund von ein paar Baustellen dauerte es ein wenig bis wir den Parkplatz erreicht haben.
Stavanger hat wunderschöne alte bunte Holzhäuser, aber auch sehr moderne Gebäude wie das Ölmuseum. Hier ist das Zentrum der Ölindustrie von Norwegen, und das sieht man, an den gepflegten alten Häusern und den modernen Gebäuden. Wir waren begeistert von Stavanger und der lebendigen Fußgängerzone. Meine Partnerin war besonders begeistert, von dem sehr gut sortierten Wolleladen, puh... ich hatte Glück, vor dem Laden war eine "Männerabstellbank". Mit leckeren Zimtschnecken bestückt, waren wir nach 3 Stunden, wieder am Ludwig. Die Kaffeepause wollten wir außerhalb von der Stadt machen, so das wir uns einen netten Segelhafen gesucht haben, und uns vom Stadtbummel erholt, haben.
Weiter ging die Reise, über Sandnes nach Lauvik, wo wir per Fähre, den Hogsfjord überquert haben. Zu unserem heutigen Übernachtungsziel in Jorpeland direkt am Lysefjord. Ein traumhafter Stellplatz, für €10.-- nur bar in den Briefkasten, am Bootshafen.
Auf unser heutiges Ziel, habe ich mich sehr gefreut, denn vor 32 Jahren war ich mit meinen Jungs, schon mal hier, als wir den berühmten Preikestolen bestiegen haben.
Also hoch fahren zum Parkplatz am Preikestolen, der damals noch viel kleiner und ohne Gebäude war und man konnte kostenlos Parken (heute ca. € 25,-- der Parkplatz). Die Zeiten haben sich geändert, hier ist jetzt Tourismus pur. Wanderschuhe anziehen, Rucksack packen und los geht es bei leichtem Nieselregen. Vor 32 Jahren war der Weg nicht so steil, in meiner Erinnerung, oder war ich da noch fitter? Nach dreiviertel des Weges, haben wir umgedreht. Durch den Regen war es mir zu glitschig, denn runter ist es noch anstrengender als hoch laufen.
Es war absolut richtig, die Tour abzubrechen, auch wenn ich von mir enttäuscht war.
Unsere Erholungspause haben wir dann an unserem Übernachtungsplatz eingelegt, bevor wir weiterfuhren.
Entlang des Jossefjord, weiter am Ardalfjord und bis zur Fähre in Hjelmeland, die gerade abfuhr als wir ankamen.
Eine halbe Stunde später waren wir auf der Fähre nach Nesvik. Nun entlang des Jessefjords, in den Tunnel rein und raus und der nächste folgt so gleich, bis zur Mitte des Fjords, dann geht es steil hoch in die Berge und wieder runter zum Erfjord. Eine wunderschöne Landschaft, aber anstregend zu fahren, da es teilweise sehr eng war. Unser heutiges Ziel war der Stellplatz in Sand, am Ryfylkemuseet. Wir hatten Glück, den letzten freien Platz haben wir bekommen, direkt am Hafengelände. Nach einer Runde laufen durch den Ort und einkaufen beim Co-op, haben wir uns ins WoMo zurück gezogen und leckeren Räucherfisch gegessen.
Die Nacht über hat es mehrmals geregnet, so das am Morgen Nebel über den Fjord lag, was sehr mystisch aussah. Unweit unseres Übernachtungsplatzes, gibt es ein Lachsmuseum, dem Sandfossen Laksestudio. Der Suldatslagen ist ein sehr beliebter Lachfluss zum Laichen.
Parallel zu der Engstelle des schäumenden Kataraks, hat man Lachstreppen gebaut. Leider war das Museum geschlossen, so das wir den Fluss nur von oben anschauen konnten, und nicht nur die Schaufenster unterhalb der Wasserlinie. Schade, weiter entlang des Sandsfjord, auf einmal entdecken wir mitten im Fluss, eine idyllischtes Wochenendgrundstück. Das wäre es, eine Insel im Fluss mit einem roten Norwegerhäuschen.
Kurz danach führt die Straße in den 7 km langen Tunnel unter den Fjord hindurch, und danach gleich noch über eine gigantische Brücke. Wir waren wohl so überwältigt, von Norwegischen Straßenbaukunst, das wir prombt uns verfahren haben, und es erst nach rund 30 km gemerkt haben. Also Planänderung, fahren wir direkt zum Langfossen, einem gigantischen Zwillingswasserfall.
Gut das wir kurz vorher die Seitenscheibe zugemacht haben und den Scheibenwischer angestellt haben. Denn der Wasserfall tost hier zu Tale, und überschüttet die Straße mit seinem Wasserstaub. Nachdem ich den Ludwig in den letzten freien Parkplatz reingequetscht habe, sind wir mit Regenjacken ausgestattet zum Wasserfall gelaufen. Einfach nur gigantisch wie der Langfossen hinabstürzt, mit lautem Getösse. Weiter auf der E134, entlang des gewaltigen Flusses, auf dem Weg nach Odda. Ein Tunnel nach dem anderen wechselt sich ab, und immer wieder links und rechts Wasserfälle. Eigentlich wollten wir auch noch am Lattefoss halt machen, aber der Parkplatz war absolut überfüllt. So haben wir nur von der Straße aus, ein Foto geschossen.
Eigentlich wollten wir eine Wanderung zum Folgefonn Gletschers machen, aber Nieselregen und 12 Grad Außentemperatur unten im Tal, haben wir uns dagegen entschieden. Unser heutiges Übernachtungsziel war der Eidfjord. Ein etwas lauter Stellplatz direkt an der Straße gelegen, aber mit schönen Blick direkt auf den Fjord und den Schneebedeckten Gletschern im Hintergrund.
Als wir aufstanden am Morgen, hatten die Angler schon wieder ihre Angeln ausgelegt, und waren sehr erfolgreich. Das hat uns schon sehr überrascht, das man an dem Fjord so erfolgreich Fische fängt. Wir wollte aber nicht Angeln, sondern zu dem nächsten Wasserfall fahren, dem Voringsfossen, ca. 10 km steil bergauf, mit Serpentinen im Tunnel. Ein großer Parkplatz mit zahlreichen WoMo Plätzen, wurde hier erstellt - Vorbildlich.
Der Vorfingsfossen stürzt 182 m im freien Fall hinunter, es ist einer der beeindruckensten Wasserfälle Norwegens. Der Rundweg ist wirklich super toll angelegt, mit Aussichtsplattformen. Der Weg dorthin hat sich gelohnt.
Dann wieder zurück am Stellpllatz vorbei, rechts ab in den Bu Tunnel ca. 7 km lang, mit einem Kreisverkehr im Tunnel!! So etwas verrücktes habe ich bisher noch nicht gesehen. Unser nächstes Ziel war Bergen, die Stadt in der es eigentlich immer Regnet, wir hatten Glück den ganzen Tag mal wieder Sonnenschein. Kurz vor Bergen, war eine Vollsperrung auf der Autobahn, aber wir kamen relativ flott über eine Umleitung ins Zentrum, zum Parkplatz am Hafenkreuzfahrtterminal. Parken in Großstädte ist problematisch, so auch in Bergen, der Parkplatz war sehr teuer ( ca. € 6,-- die Std.), und hoch kompliziert den Automat zu benützen. Uns ging es wie so vielen hier auf dem Platz, wir waren der Meinung wir haben Ordnungsgemäß bezahlt, aber nein bei der Rückkehr am Ludwig, hatten wir einen Strafzettel von € 60,-- an der Scheibe hängen. Mist - Abzocke !!. Aber Bergen ist eine wunderschöne alte Stadt, mit ihren farbigen Holzhäuser und Gassen. An einem Stand am Hafen, haben wir die leckerste Zimtschnecke aller Zeiten gegessen. Nach ca 4 Stunden waren wir einmal durch Bergen gelaufen und haben uns alles angeschaut. Übernachten wollten wir nach dem Strafzettel hier natürlich nicht, hätte nochmal € 115,-- die Nacht gekostet. Da es schon spät war, sind wir raus zum Ikea gefahren, haben natürlich Kottarbulla gegessen und weiter raus aus der Stadt. Bis wir endlich einen Übernachtungsplatz gefunden haben, war es schon fast 21 Uhr, aber noch 2 Stunden taghell, an einem Stausee, bei Dale.
Vor der Abfahrt, vom Stellplatz hinunter ins Tal, war es mir nicht ganz wohl. Da es ca 10 km einspurig steil bergab geht, aber alles ging gut, am Sonntagmorgen kam niemand entgegen. Entlang des Lonavatn, in Richtung Norden am Twindefoss vorbei und durch unzählige Tunnels bergauf und ab, bis zu einer kleinen Füße- vertreten-Pause, bei Gudvangen. Danach durch den 11,4 km langen Gudvangen Tunnel, bevor wir links abbogen in das schnuckelige Dorf Undredal. Nachdem uns die Schafherde weiterfahren lies, haben wir am Ortsanfang geparkt und sind reingelaufen, zuerst zu der alten Kirche von 1147. Leider war sie nicht geöffnet, um die alten Wand und Deckenmalereien zu bestaunen. Aber das Dorf selber, einfach nur schön, so wie man sich in Norwegen Orte am Fjord vorstellt. Entlang des Flämstal rollen wir weiter bis zum Aurlandsfjord und hinunter in den 24 km langen Tunnel. Der längste Tunnel den ich bisher befahren bin, wir waren beide froh als wir endlich wieder Tageslicht sahen. Unser nächstes Ziel war die Stabkirche von Borglund, sie soll die schönste von Norwegen sein.
Das die Stabkirche eine Touristenattraktion ist, war uns klar, und darum war die Parkplatzsuche nicht so einfach.
Das man am Parkplatz im Museum Eintrittskarten für die Kirche kaufen muss, haben wir übersehen. Zurücklaufen wollten wir nicht, um Karten zu holen, von außen sieht die alte Stabkirche schon sehr imponierend aus.
Auf der alten Königsstraße und nicht durch die Tunnels, sind wir ein Stück zurück auf einen Wanderparkplatz gefahren. Nach der obligatorischen Kaffeepause, haben wir noch eine kleine Wanderung entlang des Lordalselvi gemacht. Und nun? Zum weiterfahren hatten wir keine Lust mehr, nachdem wir heute gefühlt 100 km durch Tunnels gefahren sind, ein Stückchen weiter ist ein offizieler Stellplatz. Gemacht getan, Stühle rausholen und die Sonne genießen, erholen war angesagt, für den restlichen Tag.
Frisch gestärkt geht die Reise weiter zuerst nach Lärdal, mal schauen ob dieser Wildlachs Center geöffnet hat.
Heute hatten wir mehr Glück, so haben wir sehr interessiert, das Lachsmuseum angeschaut. War wirklich interessant, wie sich das Lachsangeln im laufe der Jahre sich entwickelt hat, bzw. die Probleme der Erderwärmung sich auswirkt.
Weiter mit unserer Tunnel Reise, zuerst in den 6.6 km langen Fodnes Tunnel, dann zur Abwechslung mal, eine Fährfahrt wieder über den Ardalsfjord und vor dem nächsten Tunnel, ab nach Kaupanger. Der Ort war wie ausgestorben, eine Stabkirche und ein kleiner Hafen mit einem geschlossenem Fjordmuseum. Naja, dann weiter nach Sognal, dort soll es eine Möglichkeit geben, die Deutsche Gasflaschen zu füllen. Nur gefunden haben wir sie nicht, weiter nach Solvorn an der Tankstelle dort, können wir die Tanks leeren und füllen, wenn man dort auch Diesel tankt. Gemacht getan, der Tankwart hat uns dann die genaue Adresse der Gasstation aufgeschrieben.
Also wieder zurück die 12 km, nach Sognadal, diesmal haben wir die Station gefunden, aber seit 5 Jahren wird kein Gas mehr aufgefüllt. So dringend ist es noch nicht, aber trotzdem ärgerlich, den halben Tag umsonst herumgefahren. Der Frust lässt sich nur mit Kaffee und Kuchen bewältigen, aber noch nicht mal ein schönes Kaffee haben wir gefunden. das ist nicht unser Tag. Auf der weiterfahrt, fing es auch noch an zu regnen, aber die Strecke entlang des Lustrafjords, war trotzdem sehr schön. In Skjolden haben wir uns dann auf dem Stellplatz, mit schöner Aussicht, einquartiert und den Abend mit einem Spaziergang ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen war es stark bewölkt, aber es hat nicht mehr geregnet. Denn wir wollten heute ins Jotunheimen Gebirge, auf fast 1400m Höhe. Vom Eidsvatnet Fjord auf Meereshöhe, ging es steil Bergauf, Serpentinen an Serpentinen. Beim Turtagro Hotel, auf 1000m, haben wir den ersten halt gemacht und wurden von Schafen begrüßt und verfolgt. Den höchsten Punkt der Bergstraße, haben wir bei 1434m am Fantenstein Pass erreicht. Die Seen sind tiefgefroren auf denen man Schlittschufahren könnte, und die Norwegische Skilanglauf Nationalmannschaft hat ihr Sommertrainingslager bezogen, am 9. Juni. Wir waren überwältig von dem Erlebnis in der Bergwelt. Auch wenn es uns hier oben gefallen hat, wir mussten auch wieder die Serpentine runter fahren bei 8% Gefälle. Unten im Tal schien die Sonne, ist das jetzt Frühling oder Norwegisches Sommerwetter? Bei Elvester legten wir wieder einen Stopp ein, bei der riesigen Saga Säule, einst zur Erinnerung der Reichseinheit Norwegens errichtet, mitten im nichts.
Durch das Bolverdal ging es weiter bergab nach Lom, wo wir ein wenig Shopping gemacht haben und uns mit leckeren süßen Stückchen verköstigt haben.
Unseren eigentlichen Streckenplan haben wir umgeworfen, da ich eine Gasstation in Dombäs entdeckt habe. Kurz vor Ladenschluss haben wir diese erreicht, und mit voller Gasflasche haben wir uns einen Übernachtungsplatz unterhalb des Skiliftes in Dombas gesucht.
Mit flotter Fahrt (Tempo 80 in Norwegen), fuhren wir in Richtung Ändalnes, durch das schöne Tal des Romdlas.
Am Trollveg Parkplatz haben wir halt gemacht und sind im NSG den Nature Trail gelaufen. Ein rund ein Stündiger Spazierweg durch unberührte Natur, an der Rauma entlang. So nun aber zum Trollstigvei, eine der berühmtesten Straßen von Norwegen. Langsam steigt die Straße bergan, um dann mit bis zu 10% die Serpentinen hoch zu fahren. Eigentlich kein Problem für den Ludwig, aber die Touri Busse die entgegenkommen und so manche überforderte Autofahrer, können an den steilen Engstellen schon eine Herausforderung sein. Die Parkplatz Situation oben am Trollstieg ist gut gelöst, kein Problem ein Plätzchen zu finden. Windfest einpacken und los geht es zu den Aussichtspunkten. Von oben sieht man erst, wie gigantisch diese Straße erbaut wurde.
Auf der anderen Seite der Passes, ist die Straße breiter und somit problemlos zum runterfahren. Über Valldal kamen wir nach Linge, wo man mit der Fähre in Richtung Geiranger Fjord fahren kann. Da aber die Fähre über den Geirangerfjord, ca € 350 kostet, haben wir uns entschieden, diesen berühmten Fjord nicht anzuschauen.
Weiter fuhren wir in Richtung Älesund unserem heutigen Übernachtungsziel. In dieser Stadt gibt es 2 große Stellplätze, der erste mit ca. 40 Plätze war schon komplett besetzt, um 16 Uhr. Dann weiter zum nächsten Parkplatz, mit ca. 80 Plätzen, da waren noch 5 Plätze frei. Glück gehabt, nicht lange überlegen wo Parken wir, sondern den erst besten nehmen wir. Nach dem bezahlen am Automat, die Nacht kostet ca. € 35,--, waren wir in etwa 20 Minuten im Zentrum von Älesund. Es ist eine moderne Stadt, mit noch ein paar netten, schmalen Holzhäusern. Nach rund 2 Stunden hat es uns gereicht, zurück zum Ludwig und den Abend in aller Ruhe ausklingen lassen.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir aufgewacht. Das perfekte Wetter für unser heutiges Ziel, die Vogelinsel Runde zu erkunden. Raus aus Älesund, mit der Fähre auf die Insel Halreid und mit der nächsten Fähre, auf Hareidland um dann von Gurksoy über die einspurige Brücke nach Runde zu fahren. Morgens um 10 Uhr war schon sehr viel Verkehr auf der Insel, den ersten Parkplatz haben wir dann angefahren, was die richtige Entscheidung war.
Wanderschuhe rausholen, Rucksack packen und los geht es zur rund 2 Stündigen Wanderung auf das Fuglefjell.
Nach ca 500m bogen wir links ab, den extrem steilen Wanderpfad hoch, gut das man sich am Geländer hochziehen konnte. Außer Puste kamen wir an einem Gatter an, einmal durchschnaufen, und wie alle andere sind wir rechts abgebogen. Das war der falsche Weg, richtig wäre gerade aus gewesen, direkt zu den Vogelfelsen, aber das haben wir aber erst viel zu spät festgestellt. Der Trampelpfad war gut zu laufen, bevor es wieder steil bergauf ging. Kurz vor dem Gipfel, haben meine Knie, halt gerufen, das war zuviel. Also blieb ich da sitzen und meine fitte Brigitte lief vollends den Berg hoch, aber leider umsonst, keine Papageientaucher zu sehen.
In der Zwischenzeit habe ich unseren Fehler bemerkt, aber zurück und den richtigen Weg hoch war dann doch zuviel des guten. Schade, man sollte halt vorher den Reiseführer aufmerksam lesen.
Zurück am Parkplatz, haben wir uns erstmal mit Kaffee und Kuchen gestärkt. Ein paar Möven versuchten erfolglos Beute zu machen. Also wieder die Fahrt zurück, bis nach Brandal, da habe ich ein Eismeermuseum im Reiseführer entdeckt. Das könnten wir uns ja mal anschauen, beim Eintritt zahlen (€12,-- pro Person) habe ich freundlich nachgefragt, ob ich auf dem Parkplatz Übernachten darf, was bejaht wurde. Über 3 Stockwerke, ging die Ausstellung mit dem Thema, die Norwegische Antarktis Erkundung. War wirklich sehenswert, mit welchem Aufwand und Material da auf große Erkundungsfahrt, vor 100 Jahren die Menschen unterwegs waren.
Wir hatten eine ruhige Nacht, direkt am Wasser und ein Camper gesellte sich noch zu uns.
Bevor wir wieder auf die Fähre Richtung Älesund fuhren, haben wir noch getankt, um die Strecke nach Molde fahren zu können. Über die E39 bis zum nächsten Fähranleger, in Vestnes und schon waren wir in Molde. Geparkt haben wir am Stadion, da dort ein offizieller Parkplatz für WoMo`s es gibt und sogar mit kostenloser Ent-Versorgungsanlage, Perfekt. In das Zentrum ging es zu Fuß etwa 15 Minuten, bei heute sommerlichen 23 Grad.
Molde ist eine relativ moderne Stadt, da es in den letzten 100 Jahren, zweimal komplett neu aufgebaut werden musste. Zu besichtigen gibt es nicht vieles, aber die Bummelmeile, war schon sehenswert, aber wir haben uns zurückgehalten. Zum Aussichtsplateau Valden, muss man
hochgefahren sein, erst 3 km durch eine 30er Siedlung und dann 2.5 km steil bergauf , auf einer Schotterstraße die jedoch breit genug ist für den Gegenverkehr. Hier oben hat man einen phantastischen Blick über Molde und dem Fjord mit den vielen kleinen Inseln. Im Hintergrund die Schneebedeckten Bergen von den Ronsdalalpen.
Es war schon spätnachmittag, als wir von Molde rausfuhren, um einen Übernachtungsplatz im Klokkargarden anzuschauen. Das ist eine alte Holzhaussiedlung, ganz nett gemacht, mit verschiedenen ansässigen Handwerkern. Oberhalb eines Sees wunderschön gelegen, nur Übernachten war nicht erlaubt. Wir sind ein wenig durchgeschlendert und haben uns die alten Holzhäuser angeschaut.
Einen schönen Übernachtungsplatz haben wir bei Eide gefunden.
Bevor wir weiterfuhren, haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht, an den Storholmbukta. Wir fahren am Fjord nach Norden und freuen uns auf die berühmte Atlantikküstenstraße. Auf der Straße ist Inselhüpfen angesagt, von einer genialen Brücke auf die nächste, immer wieder mit angelegten Picknickplätze, um die wunderschöne Gegend zu genießen. Bei Vebenstad, verlassen wir für einen Abstecher nach Kvernes, den Atlanterhavsveg. Am Anfang ist die Straße noch Asphaltiert, aber dann führt sie verflixt steil über Schotter, durch die kleine Schlucht Roksetskar, hinauf zu einer Passhöhe in absoluter Waldeinsamkeit. Der Ludwig ist ja schon einiges gewöhnt, und führt uns souverän zu den Kirchen von Kvernes. In diesem 5 Häuser Dorf, steht eine alte rote Stabkirche (an den Seite abgestützt) von 1430 und direkt daneben die neue weiße Kirche. Die Besichtigung der Kirchen haben wir, dann noch gleich mit einem Spaziergang hinunter an den Fjord verbunden.
Wieder zurück auf die Atlantikküstenstraße, in Richtung Kristiansund, zur Abwechslung mal wieder durch einen 5,7 km langen Tunnel unter dem Meer hindurch, direkt nach Kristiansund. Ein großer Parkplatz war schnell gefunden und ab ins Zentrum. Hier wurde ein Sommerfest gefeiert, mit Musikkappelen und einer Autoausstellung, entlang der Hafenstraße, dem entsprechend war viel los. Wir haben uns ein Sitzplätzchen gesucht, ein Eis geschlotzt (Kugel €4,80) und haben dem Treiben entspannt zugeschaut.
Doch irgend wann mussten wir wieder zurück zum WoMo, da die Parkuhr abgelaufen ist. Parkgebühren werden in Norwegen, fast immer über die EASY-Park-App, per Kreditkarte bezahlt.
Die Stadt Kristiansund ist auf 3 Inseln verteilt, die über Brücken überwunden werden, um auf das Festland wieder zu kommen, muss man durch den 5 km langen Unterwassertunnel Freifjordt fahren, mit 9% Gefälle bergab und wieder 9% hoch. Die Straßenbaukunst der Norweger ist schon genial, so wie die nächste Brücke, die schwimmend über den Fjord führt ( eine hochmoderne Pontonbrücke, die erste ihrer Art auf der Welt). Über diese sind wir nicht gefahren, sondern haben den Picknickplatz angesteuert und Kaffeepause gemacht.
Weiter auf der E39 nach Tingvoll mit kurzem Stopp weiter nach Älvund und per Fähre hinüber nach Kvanne. So langsam wird es Zeit, nach einem Übernachtungsplatz zu suchen. Bei Stangvik, haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, direkt am Fjord. Doch das Norwegische Bezahlsystem (100 NKr.), auf diesem Platz konnten wir nicht aktivieren, da es nur über eine Norwegische Bank funktioniert. Schade, dann suchen wir mal weiter, dank Park4Night, war dieser schnell gefunden, beim Todalen Schulcenter. Samstagabend stören wir niemand, und somit bleiben wir auf dem einsamen Parkplatz stehen.
Mit einem superschönen Sonnenuntergang mit Wetterleuchten, um 23.39 haben wir den ereignisreichen Tag beendet.
Der nördlichste Punkt unserer Tour soll Trondheim sein, das hatten wir so geplant, das unser heutiges Ziel war.
Ob wir über Oslo, oder über Schweden zurückfahren, wollten wir spontan entscheiden. Die Wetterprognosen für Schweden war besser, und eigentlich wollten wir auch mal das Middsommerfest in Schweden live erleben. Auf nach Trondheim und morgen rüber nach Schweden. Kurz vor Trondheim, haben wir an der Raststätte , noch Ver-+Entsorgt. Die Parkplatzsuche war nicht so einfach, ca 20 Minuten zu Fuß entfernt vom Zentrum, oben an einem Schul-Sportplatz wurden wir fündig.
Da es Sonntag war, ist die Fußgängerzone nicht besonders belebt, im Gegensatz zum beeindruckenden Dom und der Kneippenstraße mit ihren schönen bunten Holzhäusern. Trondheim ist eine schöne, beeindruckende Stadt, die uns gefallen hat.
Aufgrund von Baustellen war es nicht so einfach, wieder aus der Stadt heraus zu finden. Am Strand von Hommelvik haben wir unser Nachtquartier aufgeschlagen. Aufgrund der Eisenbahnlinie und der Autobahn in der Nähe, war es nicht besonders ruhig, aber die Aussicht auf das Fjord, hat den Nachteil aufgehoben.
Das letzte mal noch einkaufen und den Dieseltank füllen, da in Schweden, der Diesel ca. 20 Cent teurer ist.
Bei Stjördal biegen wir auf die E14 in Richtung Meräker und ab der Grenze in Richtung Östersund in Schweden. Kaum ein paar Kilometer in Schweden sind wir gefahren, als uns die ersten Rentiere auf der Straße entgegen kamen.
Unser nächstes Ziel, war der größte Wasserfall Schwedens, der Tännforsen. Überrascht war ich, das der Parkplatz fast leer war, uns soll es recht sein. Mit Regenjacke bekleidet machten wir uns auf den gut ausgebauten Rundweg, der an die verschiedenen Info Tafeln und den schönsten Perspektiven, auf das brachiale Rausche Monster führt. In jeder Sekunde gehen hier an die 700qm Wasser über die Rampe und landen mit viel Getöse 37 m weiter unten. Ein gigantisches Schauspiel, für das wir ca. 1 Stunde unterwegs waren.
Unseren nächsten Stopp haben wir in Äre gemacht, mit einem Spaziergang durch den Ort und zum Abschluß von Äre haben wir noch die Schokoladenfabrik besucht.
Da es dort nicht nur feinste Schokolade zu kaufen gibt, sondern auch selbstgerösteten Kaffee, haben wir auch eine Kaffeepause eingelegt. Auf dem Weg nach Östersund haben wir noch einen Halt, an dem sehenswerten Ökohaus Kretsloppshuset in Mörsil, gemacht. Spontan haben wir auch noch in Mattmar, an der eigenwilligen Prästbordet Kirche, angehalten. Inzwischen fing es wieder zum Regnen an, als wir an unserem Übernachtungsplatz in Frösön ankamen.
Auf dem Weg nach Östersund, haben wir spontan an einer alten Holzkirche, einen kurzen Stopp eingelegt.
Wir waren heute früh dran, den die Geschäfte in Östersund, öffnen erst um 10 Uhr. Östersund, hat ein paar schöne Ecken, und schöne Geschäfte in der Fußgängerzone, ansonsten sind nicht viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Was aber nicht fehlen durfte, liegt außerhalb, das Biathlon Zentrum von Schweden. Man kennt es von den TV Übertragen, aber es in Orginal zu sehen, hat schon etwas besonderes. Wir haben uns die Anlage ausgiebig angeschaut, und sind dann noch auf den Aussichtsturm in den 10. Stock hochgefahren. Hier oben hat man einen genialen Blick über die Gegend. Bei einem Kaffee haben wir die Aussicht genossen, das günstige Tagesmenü haben wir nicht gegessen.
Unser nächstes Ziel war der Pilgerort, Hackäs. Wir haben uns die Umgebung des ehemaligen Klosters angeschaut, und haben die Sonnenstrahlen, trotz starken Wind, am Storsjön genossen.
Als ich das letzte mal hier unterwegs war, habe ich leckeren geräucherten Fisch, in der Börtnans Fjällvattenfisk eingekauft. Gute Geschäfte vergisst man nicht, und deshalb haben wir auch diesmal uns hier mit geräuchertem Fisch eingedeckt.
Entlang des Fläsjön, fuhren wir über eine sehr wellige, schlechte Asphaltstraße ohne Gegenverkehr, außer immer wieder ein paar Rentiere , die die Straße kreuzten. Umgeben von einer Steinwüste am Fläsjön, einsam und alleine, haben wir unseren heutigen Übernachtungsplatz gefunden.
Auf die heutige Passage habe ich mich sehr gefreut, die höchstgelegene Straße Schwedens, die Flatruet, war unser Ziel. Bei Ljungdalen, links ab und cirka 20 km den Berg hoch, auf einer Erdstraße. Die wenigen Besiedlungen nehmen ab, sowie auch die Vegitation, bis wir auf 975m Höhe, an einem Parkplatz mit Gedenkstein und Steinhäufchen Männchen angekommen sind.
Ein unglaubliches Bergpanorama hat man hier oben, in der kahlen Plateau-Wüste. So stelle ich mir die Mondlandschaft vor, einfach faszinierend. Als ich das letztemal hier oben war, sah man unzählige Rentierherden, die ich diesmal vermisst habe. Wir befinden uns hier im Samiland, das Gebiet der Ureinwohner. Nach einem halbstündigen Spaziergang über die Steppe, fuhren wir auf der anderen Seite wieder bergab. Über die wellige Erdstraße, führte der Weg uns, leicht bergab in das Samidorf Mittän.
Hier muss man unbedingt anhalten. In einem Blockhaus wird Rentierfleisch angeboten, zu horrenden Preisen. Interissanter ist der Trampelpfad, durch das Holztor hindurch zum Mittän und ein wenig am Fluß entlang laufen, vorbei an den Erd- und Holzhäusern der Sami`s. Hier könnte ich ewig bleiben, aber wir wollen ja noch mehr entdecken. Es folgt nun eine weite, mit Birken bewachsene Ebene und ein ausgewachsenes Moorgebiet, bevor wir wieder unten im Tal sind, in Funäsdalen.
Heute Vormittag sind wir genügend schon gefahren, es wird Zeit mal wieder eine Wanderung zu unternehmen. Im WoMo Führer, haben wir den Wandertipp "Järnäldersturen" gelesen. Die schöne, aber anstrendende einstündige Wanderung, haben wir genossen, einfach schön durch die Wälder zu laufen, die gut ausgezeichnet waren und mit interessanten Infotafeln, zum Leben der Ureinwohner vor eintausend Jahren.
Zurück am Ludwig, war erstmal Erholungs-Kaffeepause angesagt, bevor es zur Ver-Entsorgungsanlage von Tänndalen ging. In der Nähe von Idre, habe ich einen schönen Übernachtungsplatz in der Park4Night App entdeckt. Das bedeutet, über einsame, schöne, kurvige Landstraßen ca 85 km, durch den Wald zu fahren. Wir sahen auf der Fahrt nur vereinzelt ein paar einzelne Häuser , entlang der Straße, dafür immer wieder Rentierherden. Das war Schweden pur - rote Häuser - Seen links und rechts - Rentiere im Nirgendwo. Am rauschenden Österdaläven haben wir die Sonne noch genossen, auf unseren Campingstühle, am Übernachtungsplatz. Ein ereignisreicher Tag ging gegen 23.30 Uhr zu Ende, mit dem Sonnenuntergang.
Da wir Rentiere immer wieder sehen, aber keine Elche in freier Natur (meist in der Dämmerung zu sehen) bisher gesehen haben. Entschlossen wir uns heute in den Elchpark von Bosse zu fahren. Da der jedoch erst um 12 Uhr aufmacht, haben wir uns vorher noch den Ort Särna angeschaut und dabei gleich den Kühlschrank gefüllt. Da am nächsten Tag, der Middsommer Feiertag ist und die Läden geschlossen haben.
Särna ist ein schnuckeliger kleiner Ort, mit einem Museum, von alten ursprünglichen typischen Häusern.
Pünktlich um 12 Uhr, waren wir dann beim Elch und Rentierpark vom Bosse&Friends. Der Inhaber Bosse ist vor 30 Jahren aus NRW ausgewandert ins Dallara Gebiet, um den Tierpark seither zu betreiben. Der Eintritt ist happig, ca € 19,-- pro Person, aber der Besuch lohnt sich wirklich. Die eigentlich scheue Elche, sind Handzahm, da sie von Hand mit der Flasche aufgezogen werden. Wir durften sie Füttern und am Geweih streicheln. Auch wenn die Führung etwas langatmig war, es war trotzdem ein tolles Erlebnis.
So eine lange Führung, macht natürlich Kaffeedurstig. Ein schöner Picknickplatz war schnell gefunden, in dem kleinen Weiler Sörsjön, direkt an einem See.
Nicht weit entfernt von unserem Picknickplatz, liegt das NSG Gryvelan. Bei dem Wanderparkplatz, kann man nach einem Spaziergang eine Köhlerei anschauen. Das ist eine gute Idee, für den restlichen Nachmittag. Nur haben wir nicht damit gerechnet, das die Straße durch das NSG, eine 8 km lange, einspurige lose Schotterstraße ist, ohne Ausweichplätze. Das war mir dann doch zuviel Risiko, wenn mir mit dem Ludwig jemand entgegekommt.
Dann halt nicht, fahren wir zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, wieder am Flußufer, und relaxen den restlichen Tag.
Am heutigen Freitag, den 19.Juni, ist Nationalfeiertag in Schweden, der Midsommardag. Er findet traditionell immer zwischen dem 20.6 -26.6. statt, am entsprechenden Wochenende. Ich war schon öfters, zu der Zeit in Schweden, aber das traditionelle Fest noch nie live mit erlebt. Im Dallara Gebiet, wird es noch sehr traditionell abgehalten, mit dem Baum aufstellen und dem Tanz um den geschmückten Baum.
Um dieses zu erleben, haben wir uns das Museumsdorf in Älvdalen-Rot ausgesucht.
Pünktlich vor 14 Uhr waren wir an der Kasse angestanden, hatten jedoch ein Problem. Überall in Schweden wird per Karte bezahlt, aber nicht hier, upps - 200 SKR hatten wir nicht in Bar dabei. Da noch ein paar Touristen anwesend waren, konnten wir Euros in Kronen umtauschen.
Bis die eigentliche Feier begann, zog es sich noch ein wenig hin. Es war aber auch wunderschön, wie die Einheimische mit ihren traditionellen Trachten, auf das Gelände einzogen. Mit Live Musik und ein paar Ansprachen, begann das schmücken des Baumes, mit Birkenzweigen. Und wie die Schweden so sind, wurden dann erstmal ganz entspannt ein Paar Männer und Frauen gesucht im Publikum, die den Baum aufrichteten, in mehreren Etappen. Endlich stand der Baum und die traditionellen Tänze konnten beginnen, wer wollte konnte sich einfach mit einreihen. Alles ganz entspannt, in fröhlicher Stimmung wurde nun getanzt und gesungen.
Es war ein besonderes Erlebnis, mit den einheimischen den Traditionellen Feiertag zu begehen, das können wir nur empfehlen.
So gegen 17 Uhr war die Veranstaltung dann zu Ende, und wir haben uns zu unserem heutigen Übernachtungsplatz in der Nähe aufgemacht. Wir sind wieder am Fluss Österdaläven gestanden. Interessant war die neben an stehende Brücke, für die Eisenbahn und für Fahrzeuge befahrbar ist, geregelt mit einer Ampelanlage. Habe ich so noch nicht gesehen. Neben uns hat ein Finne übernachtet, mit dem wir uns eine ganze Weile, sehr interrissant unterhalten haben.
Weiterhin bei schönstem Sommerwetter führte uns die Reise, nach Mora am Siljansee. Die Stadt Mora ist bekannt für den Wasa Lauf, dem ältesten und bekanntesten Skilanglauf über 90 km. Das Vasalopp Museum war leider geschlossen, somit konnte ich mich nicht für das nächste Jahr zum Lauf anmelden. Trotzdem ist Mora sehenswert, mit ihrer quirligen Fußgängerzone der Kirche und dem Ufer des Siljansees. Beim Bummel durch die Stadt haben wir eine Konditorei entdeckt, wo die Kunden vor der Türe warten mussten. Die muss gut sein, also anstellen und ein paar leckere Stückchen für den Kaffee mitnehmen.
Unseren nächsten Stopp haben wir in Rättvik gemacht. Eine schöne mit Blumen geschmückte Stadt und ein paar alten Häusern. Vor der Eisdiele standen die Menschen wieder Schlange, aber diesmal haben wir uns nicht angestellt. Wir hatten ja schon leckeres für den Kaffee.
Man merkte das heute Feiertag war in Schweden, überall unheimlich viele Menschen und viel Trubel. So auch in Leksand, alle Parkplätze waren voll und überall wurden Vorbereitungen für das WM Spiel der Schweden gemacht.
Auch wenn es noch früh war, haben wir einen netten Übernachtungsplatz, direkt am Siljansee bei Fornby angefahren und haben den schönen großen See vom Liegestuhl aus beobachtet.
Vom schönen Stellplatz aus, wieder zurück nach Leksand und vorbei an der großen Knäckebrotfabrik, in Richtung Süden nach Borlänge. Hinter Ludvika bogen wir dann links ab, zu der alten Hüttenruine - Klenshyttan. Auf einer Infotafel (auch auf Deutsch) wird die Geschichte des Ortes erklärt und das ganze Areal mit den alten Gebäuden kann man erkunden, was wir auch ausführlich gemacht haben. Wir haben danach auch den kleinen See erkundet (die Brigitte hat sich ins kalte Wasser gewagt) der in unmittelbarer Nähe ist. So circa 3 Stunden haben wir die Sonne und den See genossen, bis wir weiter zogen. Im Reiseführer habe ich gelesen, das Koppaberg ein besonders schöner Ort ist. Vor dem alten Gerichtsgebäude - Gruvstugutorget, haben wir geparkt und den Ort erkundet. Wunderschöne alte Holzhäuser haben wir gesehen. Der Stopp hat sich rentiert. Jedoch der Tipp mit dem Stellplatz, der war weniger gut. Oberhalb des Usken See bei Nora, haben wir dann noch einen wunderschönen Übernachtungsplatz gefunden.
Was will der Camper mehr eine Tasse Kaffee mit Blick auf den See bei Sonnenschein? Der perfekte Tagesanfang, bevor es weiter geht nach Orebo.
In Orebo angekommen, haben wir direkt am Schloss einen Parkplatz gefunden. Dann besuchen wir doch zuerst das Wasserschloss. Im Schloss innen war die derzeitige Fotoausstellung genial und der Höhepunkt der Besichtigung. So jetzt aber in die Stadt, über die Svartän Brücke vorbei am Läns Museum, auf den Nikolai Platz, weiter an den großen Platz Stortorget mit Ihren Brunnenanlagen und der Haushaltskunst. An der Nicolai Kirka wieder zurück um das Schloss vorbei, an den Ludwig. Örebro ist eine tolle moderne Stadt, mit ganz viel Flair, muss man sich anschauen.
Unser nächstes Ziel war Sjötorp am Götakanal mit ihrer Hebebrücke. In Sjörtrop gibt es 5 ausgewiesene Parkplätze für Wohnmobile, das zeigt der Ort ist sehr touristisch. Wir sind erstmal entlang des Kanals bis zum Hafen gelaufen, ohne das ein Schiff den Kanal befahren hat. Kurz bevor wir wieder zurück am Parkplatz waren, kam ein Schiff angetuckert. Dieses Schauspiel haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Das war es aber für heute noch nicht, wir wollten noch den Kinnekulle Aussichtsturm erwandern, mit der genialen Aussicht über den Vänern. Vom Parkplatz aus, geht es etwa 900 m steil bergauf, bis man den roten Aussichtsturm erblickt. Für ca. € 2,-- kann man diesen Turm besteigen und den tollen Panorama Blick genießen.
In Lidköpping an der Matrosgatan haben wir direkt am Vännern einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden.
Auf dem Weg nach Trollhättan, haben wir noch einen Abstecher, zum Wanderparkplatz bei Halleberg gemacht. Wir wollten die einstündige Wanderung zum Predikstol Felsen unternehmen. Der wildromantische Weg, führt durch einen Märchenwald, alte Bäume, bemooste Felsen und ringsrum raschelt es. Über Wurzeln und Holzbohlen, haben wir den Felsen erreicht, mit dem Blick auf den Vännern.
Unser Ziel in Trollhättan, war zuerst, die Nils Ericsons Promenand, mit drei separaten Schleussen aus dem Jahr 1800, 1844 und 1916. das ganze in einer schön angelegten
Parkanlage. Gigantisch was da vor 220 Jahren schon gebaut wurde und noch heute existiert.
Der eigentlich Grund unseres Besuches von Trollhättan, war aber das Saab Museum. Vor 12 Jahren habe ich es schon mal besucht, da war es noch in einem kleineren Gebäude um die Ecke. Der moderate Eintrittspreis (€8.--) war bezahlt und der Rundgang konnte beginnen. Inzwischen stehen bedeutend mehr Saab`s in dem großen Gebäude. Sogar ein Heuschmied-Saab mit Unterallgäuer KFZ Kennzeichen. Der erste gebaute Saab aus dem Jahr 1947, war natürlich auch ausgestellt, bis zu dem letzten Modell aus dem Jahr 2011. Mit breitem Grinsen im Gesicht, verliessen wir nach rund 3 Stunden das Auto Museum. Schö war`s.
Wir sind dann noch rund 40km südlich gefahren, nach Surte zum offiziellen Stellplatz am Bergsjön. Einem im Wald gelegenen romantischen See, mit schönen Spazierwege.
Wo wir den ereignisreichen Tag ausklingen gelassen haben.
Inzwischen sind wir ja auf dem Heimweg, ein paar Kilometer schrubben, und immer wieder etwas anschauen, so ist unser Plan. So sind wir am Morgen an Göteborg vorbeigefahren und den ersten Stopp haben wir bei der Felskluft Borras Skara eingelegt. Einen kleinen Trampelpfad laufen wir steil bergauf, zu einer 10 m tiefen Klamm, in der mittendrin ein Stein eingeklemmt ist. Seit ewigen Zeit klemmt er zwischen den Felswänden. Was es so alles gibt. Zurück auf dem Weg zur E6 haben wir leicht versteckt eine alte Windmühle entdeckt. Die müssen wir uns natürlich genauer anschauen, die Väröbacka. Eine schön restaurierte Mühle, die wohl noch ab und zu benützt wird. Interessant war auch der alte Mühlstein, der als Tisch benützt wird und in der Mitte wächst Gras heraus.
Als sehenswerter Ort wird im Reiseführer - Varberg empfohlen. Also auf nach Varberg, wir waren nicht die einzige die das gleiche Ziel hatten, alle suchten einen Parkplatz. Wir wollten schon aufgeben, als vor uns jemand Platz für den 7m langen Ludwig machte. So ein Zufall.
Zuerst über den Markt in Richtung Hafen sind wir gelaufen, bis zu dem auf Holzpfähle gebauten Jugendstilbau, das Kallbadhus. Nebenan steht die Festungsanlage aus dem 13. Jht. durch die wir marschiert sind. Es war zu warm um auch hoch auf die Burganlage zu gehen. Wieder zurück, am Hafen vorbeischlendern, ein paar schöne kleine Geschäfte anschauen und über den Markt noch laufen um den Kühlschrank zu füllen. Zum Abschluss des Besuches von Varberg haben wir uns noch einen Kaffee gegönnt und dem Treiben zugeschaut.
Bei 30 Grad sind Stadtbesichtigungen, nicht das wahre, also raus aus der Stadt und einen schönen kleinen See suchen, wo wir uns abkühlen können.
Auf dem Weg von Ysby nach Skogaby, sind wir rechts abgebogen, in Richtung Hjörnered quer durch den Wald, dann führt die Straße über eine Engstelle zwischen zwei Seen. Danach gibt es zwei offizielle WoMo Stellplätze idyllisch gelegen direkt am Skogabysjö. Genau das richtige zum abkühlen und relaxen, da bleiben wir über Nacht.
Unsere letzte Stadtbesichtigung in Schweden, war Lund.
Es hat eine Weile gedauert bis wir einen entsprechenden Parkplatz gefunden haben, hinter dem Bahnhof.
Bei schon wieder warmen Temperaturen sind wir durch Lund gelaufen, eine Universitätsstadt. Ein paar schöne alte Backsteinhäuser haben wir uns angeschaut. Des öfterren haben wir in Schweden, kunstvoll belegte Schwarzbrotschnitten gesehen. Das müssen wir zum Abschluß noch probieren, ausgesucht haben wir uns ein leckeres Shrimpsbrot mit Majo und Salat garniert. Lecker war es, das wäre auch ein Grund wieder nach Skandinavien zu reisen.
Zurück am Auto, ging es in Richtung Malmö und weiter auf die 6 km lange Öresundbrücke, die inzwischen einfach € 140,-- Maut kostet. In Dänemark angekommen, war im Tunnel ein Stau, ich kam gerade noch runter von der Autobahn. Aber der Versuch durch Kopenhagen zu fahren, war nicht besser, für ca. 10 km, haben wir 2 Stunden gebraucht. Wir haben uns in die Einsamkeit der Wälder von Skandinavien zurückgesehnt.
Unser Ziel für heute, war das Naturcenter von Store Heddinge. Das ist ein Vogelparadies an der Kalksteinküste von der Insel Sjaeland. Da wir heute noch nicht viel gelaufen sind, haben wir erstmal einen Spaziergang entlang der Steilküste gemacht, bis zum Kalksteinbruch am Stevns Klint. Und nach dem Abendessen sind wir noch einmal in die andere Richtung gelaufen, bis nach Mandehoved.
Beim spazieren gehen gestern Abend, haben wir von weitem den Leuchtturm Stevens Fyr gesehen. Das war heute unser erstes Ziel. Der Leuchtturm wurde im kalten Krieg als Stützpunkt der Nato benützt. Wer weis, was in Zukunft mit dem 27 m hohen Turm passiert, hoffentlich in friedlicher Mission für die Schifffahrt.
Unser nächstes Ziel Rosendals Gods, haben wir über kleinste, wunderschöne Küstenstraßen erreicht. Beim betreten der Parkanlage des Herrenhauses, wurden wir ziemlich barsch von einem Mitarbeiter des Platzes verwiesen. Der erste wirklich unfreundliche Skandinavier.
Den offiziell geht durch die Parkanlage, ein Wanderweg zum Gisselfeld Kloster. Dann fahren wir halt nach Bläbaek Mole, eine ehemalige Wassermühle, heute Windmühle aus dem Jahr 1472.
So langsam wird es mittagszeit am heutigen Samstag, Zeit noch einmal die Vorräte aufzufüllen, dieses haben wir in Vordingborg erledigt. Wenn wir schon hier sind, schauen wir uns natürlich auch diesen kleinen Ort an.
In der Nähe von der Slotstorvet, der Fußgängerzone, waren ausreichende Parkplätze vorhanden. Einmal die Fußgängerzone hoch laufen, bis zum Gänseturm aus dem Jahr 1362, dann weiter zur Burgruine. Der schönste Ort von Vordingborg, ist jedoch der kleine historische Garten - Saras Have. Hier haben wir eine Weile verbracht und haben beschlossen, genug für heute. Es ist einfach zu warm. Ein entsprechender Stellplatz, direkt an der Ostsee war schnell gefunden. Einmal parken - Stühle auspacken - Badeklamotten anziehen - und ab in die Ostsee. Da die Wasserhöhe auch weit draußen, nur bis zum Knie ging, haben wir Aquajogging gemacht, anstatt zu schwimmen.
Die Abkühlung hat gut getan. Den Rest des Tages haben wir mit faulenzen, auf dem wunderschönen Stellplatz in Bandholm verbracht.
In der Nähe unseres Übernachtungsplatz, sind die Dodekaliten, von denen ich schon mal einen Fernsehbericht gesehen habe. Diese Steinkolosse müssen wir uns live anschauen. Auf nach Kragenäs, am Hafen gibt es Parkplätze und von da aus, eine halbstündige Wanderung zu den Dodekalitten.
In einem Kreis aufgestellt, stehen 12 Steinfiguren, die 7 - 9 m hoch sind und jeweils 25 - 40 Tonnen wiegen. Ein imponierender Eindruck mit mystischen Klänge unterlegt.
So ungefähr 20 Personen haben sich die beeindruckende Kulisse angeschaut und alle waren still. Ein sehr bewegender Moment. Wenn ihr mal in der Nähe von der Insel Lolland sind, schaut euch das an, es rentiert sich.
Zurück in Kragenäs, haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt, denn die Wanderung in der prallen Sonne bei 28 Grad, war schon anstrengend. Und was machen wir bei dem herrlichen Wetter heute? Morgen geht die Fähre nach Fehmarn, schauen wir uns noch etwas an, oder gehen wir gleich Baden. Wir haben uns für das Baden entschieden, an einem Stellplatz in der Nähe von Rodby, wo der Fährhafen ist. In Dannemare, haben wir einen Stellplatz gefunden, halbwegs im Schatten hinter dem Deich.
Hier konnte man wirklich Schwimmen und nicht nur Wassertreten. So haben wir gemütlich den Tag verbracht, Abends schön gekocht und zum Schluss des Tages einen längeren Spaziergang auf dem Deich gemacht, bis die Sonne unterging, um 23 Uhr.
Auf 10 Uhr war die Fähre nach Fehmarn gebucht, das ein quecken ging problemlos und nach nach einer dreiviertel Stunde waren wir wieder in Deutschland.
Es war ziemlich viel Verkehr, besonders um Hamburg herum, wie immer. Ganz spontan, sind wir bei Schneverdingen von der Autobahn herunter und haben Freunde besucht, die auf dem Campingplatz in Heber standen und auf dem Weg nach Schweden sind. Es war ein netter, sonniger Nachmittag, bevor Abends ein starkes Gewitter aufzog, und wir uns in den Ludwig zurückzogen.
Am nächsten Tag, sind wir problemlos auf der A7 bis nach Kitzingen gefahren, wo wir die letzte Übernachtung gemacht haben, bevor die letzte Etappe nach Hause ging.
Fazit unsere Skandinavien Reise:
Es waren sehr schöne, erlebnisreiche 5 Wochen in Skandinavien, mit 7250 gefahrene km. In Norwegen, waren relativ sehr viele WoMo`s unterwegs, das freie Parken in dem Sinne wie man es gewohnt war, gibt es leider nur noch selten, kein Wunder bei dem Ansturm von Camper. Dem entsprechend, waren die Parkgebühren sehr hoch. Die Dieselpreise dafür rund 20 Cent günstiger, wie in Deutschland. Da wir ja schon Ende Mai in Norwegen waren, war es teilweise auch noch sehr kalt und regnerisch. Es ist trotzdem faszinierend Norwegen zu bereisen und die einzigartige Landschaft zu bestaunen.
Mir persönlich ist Schweden, das schönere Land, da es einfach grüner und zu mindestens, im Norden und in der Mitte Schwedens, ruhiger entspannter ist. Und mit ihrer Begrüßung - hej hej - gleich Symphatischer ist. Auch in Dänemark hat es uns sehr gut gefallen. Es war bestimmt nicht unsere letzte Reise hoch in den Norden Europas.
Danke, das Ihr bis zum Schluß den Reisebericht gelesen habt, wenn Ihr Fragen zu unserer Reise habt, schickt über das Kontakt Formular uns eine Nachricht.

