Katalonien / Spanien + Südwestfrankreich


Ende Februar und die Wetterprognose für Süddeutschland, war nicht so prickelnd.

Könnten wir doch mal wieder losziehen, da wo es etwas wärmer ist und die Sonne scheint.

Das Ziel war schnell entschieden, Katalonien/Spanien, aber nicht auf dem direkten Weg über die Autobahn, sondern ein wenig durch Südfrankreich fahren und dann zum Ziel.

Die Wettervorhersage für die nächsten 10 Tage, waren positiv, also los geht`s.

Am späten Nachmittag fuhren wir los, bis in den Schwarzwald, bei Geisingen haben wir auf dem schönen Stellplatz die erste Nacht verbracht.

Am nächsten Morgen ging die Reise, über Freiburg - Muhlhouse - Lyon zum nächsten Übernachtungsziel, nach Saint-Entinne. Nach rund 550m km, hat es für heute gereicht, mit der Fahrerei. Der große Stellplatz, liegt oberhalb der Stadt, in einer Parkanlage ruhig gelegen, mit Ver/Entsorgung für € 13,70 von Camping Car Park. 



Nachdem wir beschlossen haben, die Stadt St.Etienne nicht zu besichtigen (der Weg in die Stadt war zu steil), fuhren wir weiter zu der wirklich sehenswerte Stadt Le Puy-en-Velay. Obwohl ich vor 2 Jahren hier schon mal war, Le Puy kann man sich öfters anschauen. Ein Parkplatz war Zentrumsnah schnell gefunden, von weitem sieht man die zwei auf den Bergen stehenden Kirchen und die Statue. Sehr eindrucksvoll, geht es über einige Treppen hoch hinauf in die Altstadt. Bis unterhalb der Statue Rote Madonna mit Kind und weiter in die Altstadt, mit den vielen schönen kleinen Ladengeschäfte. Nach der Kaffeepause auf einer Terrasse in der Sonne, schlenderten wir weiter, bis unterhalb des Heiligen Michaels. Den Weg hinauf zur Kirche, habe ich verweigert, zu steil - zu anstrengend. Es war dann schon Nachmittag, als wir wieder am Ludwig zurück waren und weiterzogen, nach Mende. Am Rande der Stadt, direkt am Fluß Lot, gibt es kostenlose Stellplätze für WoMo`s.  Sie sind wohl etwas eng, die Plätze , aber es war um die Jahreszeit nicht sehr viel los. Nach der Stadtbesichtigung und ein wenig Sonne getankt an der Lot, war für den restlichenTag, gemütliches Ausruhen im Ludwig angesagt.

Bei kühlen Temperaturen, aber die Sonne blinzelte schon hervor, ging die Fahrt weiter, entlang der Spektaulären

Gorges du Tarn Causses. Für mich eine der schönsten Touren die ich schon mal gefahren bin (siehe auch den Bericht 2024 Südfrankreich). Schmale enge Straßen, mit Felsüberhänge einfach nur schön. Diese Tour sollte man nur in der Nebensaison fahren, da kommen fast keine Autos entgegen, und so kann man die tolle Gegend auch beim Fahren geniessen. Den ersten Stop haben wir in Castelbouc gemacht, auf der anderen Seite der Schlucht.

Die im Fels gebauten Häuser, die noch bewohnt aussehen, sind einfach sehenswert. Um wieder weiter zu kommen, muss man dann über eine enge Brücke, ohne Geländer fahren, die ist etwa 2,50 breit. Der Ludwig ist ja nur 2,22 breit, passt! Den nächsten längeren Aufenthalt haben wir dann in St. Enimie gemacht. Danach bis nach La Malène, kommt dann der spektakulärste Teil der Schlucht, mit sehr engen Passangen und Felsüberhänge.

Bei Le Rozier, sind wir dann links abgebogen, nach Saint Piere des Tripiers, der Geierschlucht. Bei strahlendem Sonnenschein, haben wir die obligatorische Kaffeepause am Picknickplatz gemacht, über uns flogen die wieder angesiedelten Geier. Nach dem Naturschauspiel, führte uns der Weg wieder zurück an die Tarn, nicht mehr ganz so spektakulär bis nach Millau. Das interresanteste von Milau, war der Käseladen. Bepackt mit französischem Käse und Baquette, ging es weiter zum nächsten Übernachtungsziel, nach Mourèze.                                     Mit Käse, Baquette und französischen Weiswein, beendeten wir den eindrucksvollen Tag.

Da wir die Nacht in Mourèze verbracht haben, in der Nähe eines Felsspektakels, mit einem schönen Wanderweg, entlang der knubbeligen Felsspitzen und ungewöhnlichen

Steinformartionen, war das unser Spaziergang am Vormittag. Es war ein wenig anstrengend, durch die engen Felsen zu krabbeln, aber ein beeindruckendes Naturerlebnis.

Unser nächstes Ziel, war die Stadt Pezenas, am Rande der Cevennen. Ein schöner alter Ort, mit Häusern aus dem 16.+17. Jahrhundert, noch ohne großem Tourirummel, und mit vielen kleinen Geschäften und rustikalen Lokalen. In einem von diesen Lokalen haben wir uns leckere Crepes gegönnt.

So langsam wurde es Zeit, an das Mittelmeer zufahren, nach Leucate. Auf dem Stellplatz, direkt am Meer, waren noch genügend freie Stellplätze. Das größte Problem war, durch die Schranke zu kommen, da dort ein sehr kompliziertes System verbaut ist. Mit fremder Hilfe haben wir auch dieses Problem dann gelöst, und nach einem ausgiebigen Strandspaziergang, bei kaltem Wind, haben  wir uns ins kuschelige, vorgeheizte Wohnmobil verkrochen.

Nachdem am Morgen, die beste Copilotin noch einen Strandspaziergang gemacht hat, fuhren wir an der Küste entlang, über den Grenzübergang bei Portbou, nach Spanien. Unser heutiges Ziel, war die Heimatstadt Cadaquès von Salvatore Dali. Nach einigem suchen haben wir einen schönen, einfachen kostenlosen Stellplatz gefunden, am ehemaligen Wohnhaus von Dali. Bevor wir dieses besucht haben, sind wir erstmal zur Stadtbesichtigung los gelaufen. Eine touristische, aber trotzdem noch eine sehenswerte Stadt, direkt am Mittelmeer. Das S. Dali Museum war leider geschlossen, dafür war aber die Eisdiele geöffnet, und so haben wir unser erstes Eis dieses Jahr, geschlotzt.

Wieder zurück, sehr steil bergauf und bergab, war unser nächstes Ziel, die Haus und Gartenbesichtigung von S. Dali. Der Eintritt von € 14,-- beeinhaltet die Garten Besichtigung und eine Führung durch das verrückte Wohnhaus. Der Besuch hat sich gelohnt, es war sehr beeindruckend.

Gegen 18 Uhr waren wir wieder zurück beim Ludwig, und haben die Nacht auf dem Stellplatz verbracht.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, sind wir in Richtung Roses gefahren. Am Ortseingang sind wir in den Sonntagsmarkt geraten, mit ein paar Umleitungen, haben wir den geplanten Parkplatz dann doch noch erreicht.

Auf dem Weg Richtung Hafen, kamen wir erstmal an der Markthalle und einem Gemüsemarkt vorbei. Da können wir ja auf dem Rückweg unsere Vorräte auffüllen. Am Wasser entlang, bis zum Hafen und dann über die Einkaufsmeile, mit Gemüseeinkauf, ging es wieder zurück zum Parkplatz.

Im Reiseführer (WoMo-Verlag), haben wir das Centre de Reproducciò de Tortuges de l'Albera entdeckt, eine Schildkrötenfarm. Das schauen wir uns an. Das Navi hat uns durch den engen Ortskern von Garriguella geschickt, ohoh... das war seeehr eng, im angrenzenden Straßenkaffee, hatte ich die volle Aufmerksamkeit. Und wie es dann so ist, alle Anstrengung umsonst, die Schildkrötenfarm hatte geschlossen. Also weiter fahren, aber jetzt über die Ortsumgehung, und was kommt uns da entgegen? Ein Umzugswagen mit Musik und vielen Menschen hinterher laufend. Naja, eigentlich ist der Fasching auch in Spanien schon vorbei. In die nächste Straße abbiegen und schon haben wir uns das Spektakel stehend angeschaut.

Aufregung haben wir jetzt genug gehabt, also weiter zu einer der schönsten Altstäde in Katalonien, nach Peralada. Auf dem lezten freien Platz des kostenlosen Stellplatz, haben wir geparkt und sind gemütlich in die Altstadt geschlendert.

Lag es am Sonntagnachmittag, das die Stadt wie ausgestorben war, kein Mensch zu sehen, schon sehr mystisch, da durch zu laufen. Am meisten war am angrenzenden Park los, wo in den Bäumen ca. 15 Storche sich lautstark bemerkbar gemacht haben. Eigentlich wollten wir eine Kaffeepause im Ort machen, aber die haben wir dann am Ludwig gemacht.

Auf zum nächsten Ziel, den Stausee von Boadella, da soll es einen kostenlosen Stellplatz geben. Der war aber so schräg, das eine Übernachtung nicht wirklich sinnvoll war. Anstatt relaxen am See, haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht, bevor wir auf den nächsten Stellplatz nach Darius gefahren sind. Hier haben wir noch die letzten Sonnenstrahlen vor dem Auto genossen und eine ruhige Nacht verbracht.


Unser Plan für den nächsten Tag war, nach Figueres in das Dali Museum im ehemaligen Theater zu gehen.

Der ausgesuchte Parkplatz in der Nähe des Museums, konnte auf Grund von Bauarbeiten nicht angefahren werden, aber mit Hilfe vom Navi aber wir unweit einen schönen großen Parkplatz gefunden. Mit sehr viel Vorfreude sind wir losgelaufen, und auch schnell das alte Theater gefunden. Aber..... geschlossen seit 2024 - bis zum 17.3.2026, heute war aber erst der 2.3.2026. Pech, zwei Wochen zu früh waren wir hier. Nichts destro trotz, haben wir uns das sehenswerte Gebäude von außen angeschaut und sind anschliesend noch durch die Stadt gebummelt. Im Straßenkaffee die Sonne genossen und dem hektischen Treiben zugeschaut.

Unser nächstes Ziel, war die schöne Altstadt von Besalù, mit ihrer alten römischen Brücke. Da der offizielle Stellplatz nur für einen kompletten Tag benützbar war, haben wir uns etwas außerhalb einen kostenlosen Parkplatz gesucht. Der Busparkplatz war gut gefüllt, Tourismus pur, bei so einer schönen Altstadt nicht zu verdenken, mit ihren schönen alten Gassen, die große alte Steinbrücke mit einem Knick über den El Fluvia. Die vielen Andenkenläden haben wir ohne zu kaufen angeschaut.

Den Übernachtungsplatz haben wir in Banyoles, hinter dem Campingplatz gefunden. Mit einem Spaziergang am Estany  de Banyoles, dem größten natürlichen See Kataloniens, auf dem 1992 die Olympischen Ruderwettbewerbe stattfanden, haben wir noch ein wenig die Sonne genossen.

                  Roses

                   Umzug in Garriguella

                               Peralada

                       Panta de Boadella




                 Figures



                   Besalù


Nachdem wir bisher immer schönes Wetter hatten auf der Tour, kommt so langsam der Wetterumschwung auf uns zu. Am Morgen hat es genieselt, als wir nach Girona reinfuhren. Die Parkplatz Situation in Großstädten ist ja immer etwas problematisch, für 7 m lange Wohnmobile, mit viel Glück und Verhandlunggeschick, haben wir einen Parkplatz in Stadtnähe gefunden.

Die Stadt Girona, ist ein Besuch wert, auch wenn es steile Treppenstufen hoch und runter gibt. Über die Brücke des Onyar, gingen wir auf die bunten Häuserzeilen zu, hoch zur Kathedrale, durch das El Call (ehemaliges Judenviertel), vorbei an der Klosterkirche und wieder runter durch enge Gassen und schönen kleinsten Geschäfte. Hier haben wir uns mit einer gebürtigen Stuttgarterin, die eine kleine Silberschmiede führt, unterhalten.

Inzwischen hat es stärker zum Regnen angefangen, mit einem kurzen Aufenthalt und Einkauf in einer uralten Konditorei, sind wir nach ca. 3 Stunden wieder zurück zum Ludwig marschiert.

Bei Kaffee und süßen Stückchen haben wir eine Planänderung beschlossen. Da es ab Übermorgen für 4 Tage Dauerregen angesagt ist, fahren wir heute schon nach Barcelona und suchen uns einen offiziellen Stellplatz.


                                                                        Girona



Gegen 15 Uhr sind wir in Barcelona angekommen, auf dem offiziellen Stellplatz, nicht schön aber praktisch, da unweit der Metro Station ist, für satte € 40,-- die Nacht, ohne Strom oder sonstigen üblichen Versorgungsstationen. Naja -

Nachdem ich mich habe überreden lassen (war die richtige Entscheidung), sind wir mit der Metro in das Zentrum gefahren. Freundliche, hilfsbereite Damen und Herren haben uns geholfen, das für uns günstigste Ticket zu ziehen, und das  richtige Gleis zu finden, mit der direkten Zentrumsstation. Wir sind halt vom Land, aber inzwischen beherrschen wir die Metro von Barcelona.

Zuerst haben wir uns einen Stadtplan besorgt, mit dem wir dann, wie ein typischer Tourist, die Altstadt erkundet haben.

Vorbei am Plaza de Catalunya, umringt von hunderten von Tauben, vorbei am Quadrat d'Or, durch die Ciutat Vella zum Placa Nova, der Kathredale von Barcelona. Ein sehr gigantischer, sehenswerter großer Kirchenkomplex (Eintritt pro Person €18,--). Nach dem verlassen der Kathredale wurde es schon dunkel, so das wir über die La Rambla zurück zur Metro Station La Catalunya gelaufen sind.  Fix und fertig sind wir wieder am Stellplatz angekommen, da wir heute auch insgesamt 10 km gelaufen sind.

Nach einer sehr ruhigen Nacht, mitten in Barcelona, sind wir am nächsten Morgen wieder zur Metro Station gelaufen.

Da wir ja uns schon aus gekannt haben, sind wir diesmal 3 Staionen gefahren und dann umgestiegen, zur Vallcara Station, da wir den Park Güell als erstes besichtigen wollten. Oh Schreck....., hunderte von Treppen steil bergauf, zum Teil mit einer Rolltreppe, sind wir am Park angekommen. Nur haben wir den falschen Eingang erwischt, zumindestens, wenn man nicht vorher online Tickets bestellt hat. Nach ein paar Diskussionen - auf Spanisch-Englisch-Deutsch - führte uns eine nette Damen, quer durch den Park zum richtigen Eingang. Super Service.

Der Park Güell, wurde von einem reichen Textilunternehmer, als Wohnsiedlung für seine Arbeiter geplant. Den Auftrag bekam zum Bau der Siedlung, der Architekt Gaudi, der bekannt ist für seine ausgefallene Bauten. Da die Arbeiter aber nicht in solchen runden Häusern leben wollten, wurde dann ein Park aus dem Geländekomplex gemacht. Verrückte, aber sehr sehenswerte Anlage. Man soll es ja nicht für möglich halten, aber Morgens um 10 Uhr Anfang März, war der Park schon voll mit Touristen aus allen Ländern, möchte nicht erleben wie es da zu geht in der Hauptsaison. Nach ausgiebiger Erkundung, war unser nächstes Ziel, die Sagrada Familia. Auch dieses Gebäude, wie so viele in der Stadt wurde von Antonio Gaudi erbaut. Die Sagrada Familia, ist der höchste Kirchturm der Welt inzwischen, aber auch nach über 100 Jahren noch nicht fertig gebaut. Wir haben dieses spektauläre Gebäude nur von außen angeschaut, da die Schlange vor den Ticket Schalter, einfach viel lange war.

Unweit des Kirchengebäudes, ist die Casa Milà, auch ein rundes Gebäude von Gaudi, verrückt aber sehenswert. Den Eintrittspreis, zur Besichtigung, liegt tagsüber bei € 28,-- Abends bei € 32,--. Unser nächstes Ziel, war der Hafen , dabei kommt man am Kolumbus Denkmal vorbei. Entlang am Hafen liefen wir weiter, wieder hinein in die Altstadt. Erstmal bei einem Kaffee und belegten Brötchen, haben wir uns frisch gestärkt, bevor es weiter ging zu der alten Markthalle. Ich liebe Markthallen und haben schon einige schöne besichtigt, aber die von Barcelona - ein Traum - alle Verkäufer super freundlich, auch beim vorbeilaufen, und so schön platzierte Waren habe ich noch nicht gesehen. Absolute Empfehlung. Den nächsten Stopp haben wir am Placa Reial gemacht, ein traumhafter Platz mit einer Brunnenanlage und super schönen Lampen, designt von Gaudi.

Man könnte noch so einiges aufzählen, von tollen sehenswerten Gebäuden, die es in Barcelona gibt, aber ich will es nicht übertreiben. Über die La Rambla, die Bummelmeile Barcelonas, die aber derzeit leider eine Baustelle ist, sind wir wieder Richtung Metro Station gelaufen und zurück zum Ludwig. Nach 16 km zu Fuß durch Barcelona, war Füße hochlegen angesagt und nur noch relaxen, für den restlichen Abend.


Wie angekündigt kam über Nacht, die Regenfront nach Barcelona. Eigentlich hatten wir gehofft, das Kloster Monserat anzuschauen, aber nicht bei Dauerregen.

Also fuhren wir Richtung Norden, in der Hoffnung dem Regen davon zufahren. Caldes de Montbui konnten wir fast trocken besichtigen. Die Überlegung in die alte Therme zu gehen, haben wir aber gelassen, zu klein und zuviele Gäste im Thermalbecken. So haben wir nur die kleine, alte Stadt besichtigt, als es zu regnen anfing, gingen wir flugs in den nächsten Modeladen. Unser nächstes Ziel war Vic, auf den Stellplatz der Stadt. Der Ludwig musste dringend mal wieder, Ver-Entsorgt werden.

Nachdem die Tanks wieder gefüllt waren, fing es zum Regnen an. Also relaxen , so richtig aufgehört hat es den restlichen Tag leider nicht mehr.

Den Relaxachmittag, habe ich genützt, um einen Plan für die nächsten Tage zu machen, immer vor dem Regen vorneweg zu fahren. Also fahren wir in Richtung Pyrenäen, über die Grenze zurück nach Frankreich, mit dem Übernachtungsziel Carcassonne. Bei trockenem Wetter besichtigen wir die Orte auf dem Weg.

Der Tag fing trocken an, so das wir in Ripoli den ersten Halt machten. Ein Parkplatz war schnell gefunden, unweit des Zentrums. Das interrisanteste von Ripoli, ist das Kloster Santa Maria. Prompt fing es zum Schütten an, also rein ins Kloster, zur Besichtigung. Aber solange wie es geregnet hat wollten wir doch nicht im Kloster verbringen, also schnell ins nächste Caffee. Rund eine halbe Stunde, hat der Niederschlag gedauert, und wir konnten zurück ins trockene Wohnmobil. Über schön ausgebaute Straßen, fuhren wir hoch in die Pyränen, inzwischen hatten wir 3 Grad Plus noch und leichter Schneeregen, auf dem Collada des Toses, auf 1790m Höhe. Wieder runter nach Puigcerda, an die spanisch/französische Grenze. Ein letztes Mal in Spanien den Dieseltank gefüllt, für € 1,75 vor 4 Tagen lag der Preis noch bei € 1,34, da war auch noch nicht der Krieg im Nahost.

Nach langer Fahrt, über Landstraßen sind wir am Abend in Carcassonne auf dem rießigen Stellplatz angekommen.



Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, begann der Tag in Carcassonne. Unser Plan ging auf, dem Regen davon zu fahren.

Dann mal los, zur Besichtigung der berühmten mittelalterlichen Festung La Citè, aus dem 12. Jahrhundert. Um die eigentliche Wehranlage, entstadt eine kleine Stadt, um die nochmal ein 3 km langer Festungsring gebaut wurde, der begehbar ist. Ein imposanter Bau, die einzelnen Gebäude und besonders der Wehrgang, mit toller Aussicht in allen Richtungen. Wir waren ca. 3 Stunden unterwegs, einmal rundum über die Wehranlage und die verschiedenen Gebäude zu besichtigen. Der Eintritt incl. Audio Guide kostet € 21,-- pro Person.

Zurück am Ludwig, haben wir Ver/Entsorgt, bevor die Reise weiter ging, mit dem Ziel die Ardeche zu besuchen.

Übernachtet haben wir unterhalb von Montemilar, in dem kleinen Dorf Saint Alexandre, auf dem kostenlosen Stellplatz.



Die Route Gorges de l'Ardeche war unser heutiges Ziel. Die 40 km lange Schlucht, mit genialen Aussichtspunkte muss man befahren haben. Nicht so spektakuläre Straßenführung wie in der Tarnschlucht, da die Straßenführung weit oberhalb der Gorges entlang führt. Überraschenderweise, war am frühen Morgen noch kaum Verkehr, so das wir an den ausgewiesenen Aussichtspunkte, unproblematisch mit dem Ludwig parken konnnten. Von  St. Martin bis nach Vallon-Pont-d'Arc, führt die eindrucksvolle Straße.

In Roums sind wir dann abgebogen, um den nächsten Halt in Labaeume zu machen. Ein Dorf im Bilderbuch Canyon Ruisseau de Chauranne, mit alten Steinhäusern am schroffen Fels. Man kann hier eine 1 1/2 Std. Rundwanderung entlang des Flusses, über Steinplatten und steil hoch zur Straße, machen. Da wir die letzten Tage genügend gelaufen sind, haben wir uns es in der Sonne bequem gemacht bei Kaffee und Kuchen.

Das nächste Highligt des Tages, ist der alte verwinkelete Ort, Balazuc wieder an der Ardeche. Balazuc gehört zu den 200 schönsten Dörfern Frankreichs, und das zu Recht.

In dem kleinen Weiler Saint Maurice-d'Ibie haben wir eine ruhige Nacht verbracht.



Als am Morgen, pünktlich wo wir nach Viviers starten wollten, begann es wieder zu Regnen. Dann keine Stadtbesichtigung, sondern Autobahn Kilometer schrubben, mit Mittagspause in Bourg-en-Bresse und weiter bis kurz vor Belfort, nach Aveney. Zwischen dem Fluß le Doubs und einem Seitenkanal, an einer Gartenanlage, haben wir einen schönen ruhigen Parkplatz gefunden. Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Kanal

und einem leckeren Essen, haben wir eine sehr ruhige Nacht hier verbracht.



Am nächsten Morgen, sind wir dann nach Belfort gefahren.In Stadtnähe, gibt es einen kostenlosen Stellplatz mit Ver/Entsorgung. So machts das Reisen mit dem Wohnmobil Spaß.

Wie oft bin ich schon auf der Autobahn an Belfort vorbeigefahren, ohne eine Stadtbesichtigung zu machen.

Das ist ein Fehler gewesen, denn die Stadt ist eine Besichtigung wert. Eine sehr breite Stadtmauer umringt Belfort, und oberhalb trohnt die Zitadelle mit dem in den Stein eingehauenen 11 m hohen Löwen, aus rosa Standsteinblöcken. Belfort ist auch die Heimat von Peugeot, deshalb das Wappentier der Automarke.

Macht mal halt in Belfort, es rentiert sich.

Bevor es die letzten Kilometer französischer Autobahn gefahren werden, haben wir den Dieseltank gefüllt, da zu der Zeit Sprit in Frankreich günstiger ist wie in Deutschland.

Kurz vor der Grenze, nach Deutschland, sind wir an den Picknickplatz am Rhein gefahren und haben Kaffeepause eingelegt, bevor wir die letzten 130 km nach Hause in Angriff genommen haben.


Fazit der Reise: Auch wenn das Wetter in Katalonien, nicht so gewesen ist, wie wir uns das gewünscht haben und deshalb etwas umplanen und dadurch verkürzt haben, war es eine sehr erlebnisreiche, schöne Wohnmobiltour. Anfang März muss man damit rechnen, das es auch regnerische Tage gibt. Der Vorteil in dieser Jahreszeit zu Reisen, es noch nicht soviel Tourismus unterwegs und man findet ausreichend, Stellplätze für das Wohnmobil.