Frankreich

               Frankreich - Loire - Atlantik - Dordogne


Von Mitte September an , waren wir für 3 Wochen, in Frankreich unterwegs. Zuerst die Loire stromabwärts, bis zum Atlantik, dann südlich bis Bordeaux und wieder landein, der Dordogne entlang Flussaufwärts.                                                                         Ein wenig waren wir schon skeptisch was uns wohl erwartet in Frankreich, Sprache -Gelbwesten-Stellplätze. Wir sind in der Zwischenzeit total begeistert von Frankreich. Nicht einmal hatten wir Probleme, als sprach unbegabte Deutsche, immer wieder war man bemüht uns zu helfen/zu verstehen.                                                                                                                                          Bisher habe ich noch kein Land bereist, wie Frankreich, wo es in fast jedem Dorf, einen Stellplatz mit und ohne Ver-Entsorgung gab, teilweise sogar kostenlos. Absolut perfekt für Reisemobile.                                                                                                            Von Gelbwesten - Demos oder Terror Warnungen haben wir nichts mitbekommen, wir fühlten uns immer absolut sicher, auch beim Wildcampen.                                                                                                                                                                                            Tolle alte Städte/Dörfer, viele Schlösser und Burgen, haben wir besichtigt, und die Natur besonders in der letzten Woche im Dordogne Tal, haben uns begeistert. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in Frankreich unterwegs, das ist absolut sicher.       Dann verfolgt mal dem Bericht und ich denke Ihr werdet auch den Wunsch haben, das alles selbst zu erleben.                           Viel Spaß beim Lesen ......


Am 16.9.23, zur Mittagszeit war alles gepackt und los ging es über Köln nach Luxemburg. Für Samstag war relativ viel los auf den Deutschen Autobahnen. Selbstverständlich haben wir in Luxemburg erstmal getankt, für € 1.62, bevor wir nach Frankreich eingereist sind. Über die gut ausgebaute Landstraße sind wir bis in die Nähe von Verdun gefahren. Wo wir in Belleville-sur -Meuse, direkt am Kanal einen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden haben. 

Die Schlachtfelder vom 1. Weltkrieg in Verdun haben wir uns erspart, und sind entlang der Route de Champagne, nach der Überquerung der Seine, zum1. Schloss La-Motte-Tilly gefahren. Die Temperaturen waren schon über 30 Grad, und deshalb konnten wir uns nicht überwinden, bei dem Menschen Trubel und € 24.00 Eintritt, die Anlage zu besichtigen. Da haben wir uns lieber einen Schattenplatz gesuch,t und erstmal uns Kaffee und Kuchen gegönnt. Bevor wir uns heutiges Ziel, Briare angefahren haben. Ein wunderschöner Ort, den auch viele andere WoMo's angesteuert haben, und wir keinen entsprechenden Platz gefunden haben zum Übernachten. Also sind wir auf die andere Seite, des Loire-Kanals gefahren, wo wir direkt am Kanal in Chatillon-sur-Loire, den vorletzten Platz ergattert haben. Ein wunderschöner ruhiger Übernachtungsplatz, nur zum Empfehlen. 


Am nächsten Morgen, haben wir erstmal einen Spaziergang am Kanal gemacht, zum Pont-Canal. Eine kuriose Brücke, über den Kanal der Loire, erbaut 1890-1894 von der Societte Eifel (bekannt vom Eifelturm in Paris). Verrückte Geschichte, über den Loire Kanal wurde der Pont Kanal gebaut, der heute noch im Schiff Betrieb ist. Wirklich sehenswert.                                                  Weiter fuhren wir entlang der Loire zum Chateu de Sully. Ein wunderschönes altes Wasserschloss, das aber Montags zur Besichtigung nicht geöffnet ist. Schade, aber bis zum nächsten Tag wollten wir dann doch nicht warten, denn es kommen ja die nächsten Tage noch genügend Schlösser zum besichtigen. An der Loire gibt es auf 300 km, ca. 200 Schlösser. So sind wir halt dann durch Sully geschlendert, bevor wir weiter nach Saint Benoit sur Loire einer bekannten Wallfahrtskirche gefahren sind. Na ja so interessant war sie nicht wirklich, aber einen schönen Stellplatz hat der Ort, und Kaffeezeit war auch.                                  Der Plan war eigentlich Morgen Orleans zu besichtigen, da es aber noch früh am Tag war, sind wir direkt hingefahren. Ein zentraler Parkplatz war auch schnell gefunden, sogar im Schatten, also auf zur Besichtigung von Orleans. Die Cathedrale-Ste-Croix, war sehr imposant und auch die vielen Fachwerkhäuser in den alten Gassen haben uns gut gefallen. Leider fing es zum Regnen an, so das wir uns nicht so lange aufgehalten haben in der Stadt.                                                                                          Etwa 30 km südlich von Orleans, haben wir der Empfehlung des WoMo Reiseführer , einen schönen kostenlosen Stellplatz am See gefunden in La Ferte. 


Nach dem Morgenspaziergang um den See herum, habe ich das WoMo entsorgt, Wasser auffüllen ging aber nur mit einem Jeton, den man sich im Dorf holen musste. Die zuständige Dame war aber nicht anwesend, naja dann halt nicht, eigentlich haben wir ja noch 1/4 voll. Schon etwas kompliziert.                                                                                                                              Unser heutiges Ziel war, das Chateau de Chambord, eines der imposantesten Schlösser an der Loire, mit 156 m Länge und 117 m Breite - 440 Räume - 365 Kamine - sowie 13 Haupt- und 70 Nebentreppen. Einfach ein Muss dieses Schloss zu besichtigen. Auch die Anfahrt zum Schloss war schon gigantisch, man fährt durch einen 700 ha großen Park und ist von einer 32 km langen Mauer umgeben. Es gibt 6 Tore, von denen jeweils klassische Alleen zum Schloss leiten. Auf dem extra angelegten Wohnmobil Parkplatz, kann man für €11.-- auch die Nacht verbringen. Der Eintritt lag bei € 21,00 incl. deutschsprachigen Audio-Guide. Erbaut wurde es von 1518 - 1552, unter anderem auch unter der Leitung von Leonardo da Vinci. Schon sehr imposant was wir da gesehen haben, wie die doppelläufige Treppe, den herrlichen Decken, die grandiose Aussicht von den Dachterrassen und so weiter........Nach über 3 Std. Besichtigung waren wir platt und haben uns erstmal bei Kaffee und Kuchen erholt. Doch übernachten wollten wir nicht auf dem Platz und der Kühlschrank musste auch mal wieder aufgefüllt werden.                              So sind wir noch durch das wunderschöne Städtchen Blois geschlendert, bevor wir in Chouzy-sur Cisse an einem kleinen See unseren Übernachtungsplatz gefunden haben.   


Der Tag begann mit einer Runde um den See, bevor es zum 20 km entfernten Amboise, auf der anderen Loire Seite ging. An der Uferstraße fanden wir relativ einen Platz für den Ludwig, bevor es in die schnuckelige Altstadt von Amboise ging. Schöne alte Fachwerkhäuser und zum ersten mal eine richtige Fußgängerzone. Bei dem bewölkten, nicht zu warmen Wetter hat es Spaß dadurch zu schlendern, bevor wir die 175 Treppen zum Schloss hoch schnauften. Eine tolle Aussicht war die Belohnung dafür, das Schloss haben wir nicht von innen angeschaut. Entlang der Loire, auf kleinen Nebenstraßen mit einigen Umleitungen, fuhren wir nach Tours. Eigentlich bin ich kein Freund von Großstädten, da es schwierig ist einen Parkplatz für ein 7m Mobil zu finden .Dank Park4Night, wurden wir etwas außerhalb fündig, und sogar im Schatten, denn in der Zwischenzeit war wieder strahlender Sonnenschein angesagt. Die Parkplatzsuche und der Weg bis in die Innenstadt, hat sich aber gelohnt. Eine schöne Innenstadt, mit renovierten Häusern, dem Place Plumerreau und der Cathedrale St.Gatin mit Ihren Glasmalereien aus dem 15. Jhd, waren sehenswert. Der Rückweg zum WoMo war dafür eine Herausforderung, weil wir uns verlaufen haben, und so etwa 4 km mehr gelaufen sind. Fix und fertig wie wir waren, gab es nur noch ein Ziel einen ruhigen Übernachtungsplatz zu finden, den wir an einem Nebenarm der Loire in Saint Genouph gefunden haben. 

Die ganze Nacht durch hat es geregnet und am Morgen sah es nicht besser aus. Laut Regenradar soll es ab 13 Uhr aufhören zu regnen, also haben wir ein wenig herumgetrödelt und sind dann zu einen der Welt schönsten Gartenanlagen gefahren, dem Schloss Villandry. Der offizielle Parkplatz für WoMo's war uns mit € 15,00 definitiv zu teuer, ein bisschen suchen und schon findet man sogar einen kostenlosen Parkplatz in Schlossnähe. Die Besichtigung , nur der Gartenanlage kostet € 8.00 und die haben sich wirklich rentiert. So eine tolle gepflegte Gartenanlage mit Wasser- Blumen und Gemüsegarten haben ich noch nicht gesehen. Unser nächstes Ziel war Langeais, ein schnuckeliger Ort und einem Chateau das sehenswürdig sei. Naja der Ort war toll, besonders die Patisserie mit Ihren Törtchen und Meringen (mmmhhh). Aber das Schloss war nicht so unseres, da haben wir schon interessantere gesehen. So langsam war es Zeit, wieder nach einem Stellplatz für die Nacht zu suchen, den wir auch sehr schnell in Azay-le-Rideau gefunden haben. 


Da wir die Nacht auf dem Stellplatz, nur einige Schritte entfernt vom Chateau-d' Àzay-le-Rideau, verbracht hatten, gingen wir am nächsten Morgen auch dahin um es zu besichtigen. Die Parkanlage und das Schloss ist sehr schön, aber den Eintritt zur Besichtigung, hätten wir uns ersparen können. Auf dem Rückweg haben wir noch kurz eingekauft, am Stellplatz natürlich noch Ver/Entsorgt, bevor die Tour weiterführte nach Chinon. Nach einigem suchen fanden wir einen entsprechenden Parkplatz, am Straßenrand von der Vienne. Da die Burgruine hoch über dem Ort liegt, haben wir uns den Weg dahin, bei 28 Grad, nicht  gemacht und sind nur in dem alten kleinen Ort herumgeschlendert. Nach der Besichtigung, haben wir uns ein schattiges Plätzchen gesucht, für die obligatorische Mittagspause, bevor es nach Saumur weiter ging. Auf die Sekt-und Champignon Stadt Saumur, waren wir gespannt da im Reiseführer die Stadt zu Recht empfohlen wurde. Auf einer Flussinsel der Loire, haben wir einen großen schattigen Parkplatz gefunden. Vorbei an schönen alten Fachwerkhäuser, durch kleine Gässchen liefen wir hoch zum Chateau. Der tolle Ausblick auf die Stadt und die Loire, haben den steilen Aufstieg gerechtfertigt. So langsam ging auch der Tag zu Ende, und es war Zeit den romantischen Übernachtungsplatz bei Saumoussay anzufahren.

Wieder bei besten Reisewetter, fuhren wir am nächsten Morgen nach Montreuil-Bellay um das Chateau und die Stadt anzuschauen. Weiter führte uns die Route zu den Höhlenwohnungen von Rochemenier. Zwei alte, in ausgehölten Fels gelegene Bauernhöfe mit Wohnungen plus Nebenräumen und altem bäuerlichen Werkzeuge, sowie eine unterirdische Kirche, haben uns fasziniert. Ein wirklich tolles Museum, das man gesehen haben muss. Da wir uns da relativ lange aufgehalten haben, haben wir in den Weinreben unser Kaffeepause abgehalten, bevor es weiter ging nach Angers. In der Nähe des Touristik Centers, haben wir einen Parkplatz gefunden, wo wir uns einen Stadtplan geholt haben. Angers ist für uns die schönste Großstadt an der Loire, abwechslungsreich, alte Häuser, tolle Geschäfte, einfach nur sehenswert. In einem der vielen Käsegeschäfte haben wir uns eingedeckt, für die Käseplatte mit einem frischen Baguette zum "Abendmahl". Die Nacht haben wir in Brissac verbracht, wo ein Stadtfest stattfand, so konnten wir auf einer großen abgezäunten Wiese übernachten, da der offizielle Stellplatz gesperrt war.

Über kleine Landstraßen, entlang von Weinreben, fuhren wir durch die Corniche Angevine, eine traumhaft schöne Landstraße, bergauf und ab, und da Sonntag war überholten wir dutzende von Radfahrern mit Ihren Rennrädern. Den ersten Stopp haben wir dann in St. Florent-le-Vieil an der Chapelle de la Bourgonniere, oberhalb der Loire gemacht. Indem kleinen Park vor der Kirche, waren Picknicktische aufgebaut, die alle von Französischen Familien belegt waren. Ein typisches sonntägliches Erlebnis in Frankreich.

Was nun? Nach Nantes wollten wir nicht, Schlösser haben wir die letzte Woche genügend angeschaut, so beschlossen wir an den Atlantik zu fahren, ins Naturschutzgebiet Parc Naturel de Briere, nach St. Joachim. Das in einem trockengelegten Sumpfgebiet mit kleinen Kanälen und typischen alten Fischerhäusern liegt. Nach der längeren Fahrt hierher, haben wir einen ausgedehnten Spaziergang in dem traumhaften Dorf unternommen.

Für den heutigen Tag war geplant , das Naturschutzgebiet Briere zu erwandern. So fuhren wir nach St. Lyphard, und liefen an Kanälen vorbei durch das trocken gelegte Moorgebiet. Es war wunderschön, ruhig Natur pur. Auf der weiterfahrt nach Guerande

fing es dann zum Regnen an. Trotzdem haben wir die von einer dicken Festungsmauer umgebene, schöne alte  Stadt besucht. Da wir unweit vom Atlantik waren, mussten wir natürlich Meer riechen, das wir in Croisic, in der Nähe des Hafens gemacht haben. Croisicis ist sehr touristisch was uns nicht so gefallen hat. In der Zwischenzeit hat es auch aufgehört zum regnen. Immer am Meer entlang über kleine Straßen fuhren wir zum Stellplatz in Saint Nazaire, wo wir einen schönen Strandspaziergang gemacht haben. Der Stellplatz war ziemlich voll und auch nicht wirklich schön, so das wir über die 3.3 km lange Pont de St.Nazaire fuhren um auf einem Wiesengrundstück bei Pointe de St. Gildas, eine ruhige Nacht für € 10.00, unter Obstbäume zu verbringen.

Am nächsten Morgen fuhren wir erstmal zum Supermarkt, da eine Ver-Entsorgungs-Station es gibt, und wenn schon etwas angeboten wird, sind wir natürlich auch gleich einkaufen gegangen. Schönes Wetter war wieder, also erstmal zu einem Strandspaziergang in Prefailles. Wir waren 2 Std. am Strand sind gelaufen und haben entspannt den Wellen zugeschaut. So langsam stieg die Temperatur auf die 30 Grad Grenze, als wir zum Auto zurück gingen. Nachdem wir uns erholt haben bei Kaffee und Kuchen fuhren wir weiter, zur Passage du Gois. Das ist eine Straße durch das Meer, befahrbar aber nur bei Ebbe. Wir hatten Flut, also kein durchkommen. Man könnte über die Brücke auch fahren zu der Insel Ile de Noirmoutier, doch die Straße musste ich befahren. Morgen ab 9.30 ist sie befahrbar, also Stellplatz für die Nacht gesucht, und morgen ein neuer Versuch.

Am nächsten Morgen waren wir schon ganz gespannt, was uns erwartet, mit der Überfahrt  zur Ile de Noirmoutier, quer durch den Atlantik. Es ist faszinierend, diese holper Kopfsteinpflaster Straße zu befahren, überall standen neben der Straße Autos, und Menschen die Austern und Muscheln eingesammelt haben. Ein einmaliges Erlebnis, das muss man gesehen haben. Cirka 15 Minuten dauerte die Überfahrt, bis wir auf der Insel waren, wir sind dann erstmal rechts reingefahren zu einen der vielen Salz Verkaufsstellen und Austernfabriken. Bevor wir die Inselhauptstadt Noirmoutier angeschaut haben. Einen entsprechenden Parkplatz haben wir schnell gefunden, trotz der vielen Touristen die hier auf der Ile de Noimoutier sind. Es war uns aber zu viel hier los, nach der Stadtbesichtigung, sind wir auf kleinsten Straßen einmal rund um die Insel gefahren, bevor wir über die Brücke wieder auf das Festland gefahren sind. Einen schönen Stellplatz im Schatten unter den Bäumen haben wir in La Barre-de-Monts gefunden. Ganz entspannt haben wir den Nachmittag hier verbracht, bevor wir zur 2 stündigen Strandrunde aufgebrochen sind.

Unser nächstes Ziel war, entlang der Küstenstraße zu fahren, nach St. Hilaire de Riez, zu dem Teufelsloch, wo wir einen Wanderweg am Strand gelaufen sind. Super toller feiner Strand, bei Ebbe wo und wieder einheimische mit vollen Körben von gesammelten Austern und Muscheln entgegen kamen. Hier geht man mal kurz zum Strand, um das Mittagessen zu holen. Weiter führt uns der Weg nach Saint Gilles Croix, wo wir im Segelhafen ein wenig die tollen Jachten bewundert haben. Zum Reisen ist uns das Wohnmobil lieber, haben wir beschlossen. Also weiter auf die Halbinsel zum Pointe de L`Aiguillon. Die Stühle raus , rauf auf den Deich und die Sonne und das Meer genießen. Spontan wie wir sind, haben wir entschieden, hier bleiben wir heute Nacht.

Unserer einsamer Übernachtungsplatz, am nächsten Morgen waren wir nicht mehr alleine dagestanden. Musste schauen das ich den Parkplatz wieder verlassen konnte, da wir von Austernsammler eingeparkt waren, da Ebbe war.

Unser heutiges Ziel war La Rochelle, schnell war ein Parkplatz in Stadtnähe gefunden, so das wir in ca. 10 Minute in der Altstadt waren. An der belebten Hafenpromenade vorbei, ein Stückchen auf der Wehranlage und in die alte Gassen sind wir geschlendert. Nach ca. 2 Std. waren wir wieder am Wohnmobil, und frisch gestärkt fuhren wir zu der unweit entfernten Stadt - Rochefort. Rochefort ist eine Marinestadt, obwohl sie gar nicht am Meer liegt. Im Jahr 1666 entstand hier das größte Marinearsenals Frankreichs. Wir haben uns das Marinemuseum angeschaut und das unvorstellbare, riesige Gebäude der La Corderie Royale (Seilerei), das mit dem Foto gar nicht so darstellen kann.

Genug angeschaut für heute, auf nach Port-des-Baques, wo wir uns einen Stellplatz für die Nacht ausgesucht haben.

Auch am nächsten Morgen waren wir im Weg gestanden, mit unserem "Ludwig", da Bootsanhänger kamen, die Ihre Schiffe für den Winter einlagern wollten. Nichts wie weg, nach Moeze zu einem eigenartigen Friedhof, und weiter zum eigentlich Ziel.  Hiers-Brouage ein Ort mit einer 400x400m langen, begehbaren Befestigungsmauer. Wir sind aber nicht nur auf der Mauer gelaufen , sondern auch in das kleine Örtchen. Hier wurden wir morgens um 11 Uhr, zu einer Likör Verköstigung eingeladen. Naja noch ein wenig früh, aber ein bisschen Nippen darf man schon, und der Walnuss - Likör war schon sehr lecker. Ein Fläschchen für den Aperitif haben wir uns mit genommen, aber die Flaschen war so zugeschraubt, das ich sie nicht aufbekommen habe. Später habe ich dann festgestellt, das wir keinen Likör sondern Walnuss Essig eingekauft haben. Man sollte die Sprache halt doch ein wenig beherrschen.

Entlang des Atlantiks, auf kleinen Straßen, vorbei an Salzgewinnung Anlagen, haben wir uns am frühen Nachmittag einen Stellplatz im Schatten bei 30 Grad in La Palmyre aufgesucht. Nach dem Relaxen haben wir uns aufgerafft noch eine 1 stündige Wanderung am Strand zumachen.

Nachdem der "Ludwig" wieder frisch versorgt war mit Wasser - leeren + füllen, war unser nächstes Ziel, eines der schönsten Orte Frankreichs - Talmont-sur-Gironde. Den Titel hat sich der schnuckelige Ort wirklich verdient, mit engen Gassen, kleinen weißen Häusern, dekoriert mit Rosen und vielen Kunsthandwerker Lädchen. Trotz so einiger Touristen, ein Ort zum verlieben. Aber bleiben konnten wir nicht, denn wir wollten ja noch mehr entdecken. Unser nächstes Ziel war der Aussichtspunkt Mortagne-sur-Gironde, wo die Gironde in den Atlantik fliest. Eigentlich wollten wir eine Panorama Wanderung hier machen, aber bei über 30 Grad, haben wir uns eine Parkbank im Schatten gesucht und gemütlich Kaffee getrunken. Dabei haben wir uns überlegt, wie geht es weiter - Bordeaux anschauen bei 30 Grad oder fahren wir ins Perignod? Wir haben uns entschieden -

"au revoir Atlantik" auf zur 3. Etappe das Perignod - Dordone zu erkunden.

Über hügelige Landstraßen vorbei an Sonnenblumenfeldern und Weinreben ging es zum Zwischenstopp in Pons und zum Übernachtungsziel - nach Aubeterre-sur-Dronne. 

Der Ort Aubeterre-sur-Dronne, bietet nicht nur 2 sehr schöne kostenlose Stellplätze an, sondern die Hauptsehenswürdigkeit ist die Felsenkirche Eglise Souterraine St. Jean. Es ist die größte Höhlen Kirche Europas mit gigantischen 20 m Höhe aus dem 7./8.Jahrhundert. Es ist ein einmaliges Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Wahnsinn pur.

Entlang der Dronne fuhren wir nach Bourdeilles, auch wieder ein traumhaft schöner Ort. Parkplätze für WoMo's, für 1-2 Std. gibt es nicht nur für den ganzen Tag. Also haben wir vor dem offiziellen Stellplatz, verbotenerweise geparkt, ohne Strafzettel. Im nächsten Ort Brantome haben wir gleich einen Stellplatz angefahren, aber der war überfüllt, weiter zum nächsten Platz, der leer war und eigentlich viel schöner, da Rasenflächen und unter Bäume im Schatten man hier stand. Wir haben beschlossen, wir Kochen erstmal und Essen gemütlich bevor wir in den Ort laufen. Die Entscheidung war richtig, denn die Bustouristen waren weiter gezogen und die Stadt war fast menschenleer.

Nach einer unruhigen Nacht, da in der Nähe ein Auslieferungslager ist, zogen wir weiter, das Ziel war Perigueux. Eine halbe Stunde lang sind wir kreuz und quer durch die Stadt gefahren, um einen Parkplatz zu finden, Chancenlos und so ging es noch ein paar Wohnmobilreisende, die uns entgegenkamen. Dann halt nicht, es gibt noch so vieles zum anschauen. Quer durch das Perigord, durch das Tal des la Luarence, nach Montignac. Ein kleiner verträumter Ort, wie es so viele hier in der Gegend gibt. Aber der Höhepunkt des Tages, stand noch bevor, La-Roque Saint-Christophe. Ein Höhlendorf mit 500 Bewohnern, aus der Steinzeit, auf einer gigantischen Terrasse im 80m hohen Fels. Die Kirche gestern war ja schon beeindruckend, aber dieses Dorf hat es noch übertroffen. Einfach nur Wahnsinn, wie die Menschen hier gelebt haben und es aufgebaut haben, mit den Mitteln der damaligen Zeit. Der nächste Plan war, den Stellplatz in Saint-Leon-sur-Vezere (ausgezeichnet, schönsten Dörfer Frankreichs) anzufahren, und dort zu Übernachten. Das Dorf hat uns richtig gut gefallen, aber der Stellplatz überhaupt nicht. So das wir unterhalb des Maison Forte de Reignac übernachtet haben, dem Ziel des nächsten Tages.

App AppKurz nach 10 Uhr , waren wir in einer der ungewöhnlichsten Burganlagen, der Maison Forte de Reignac. Die im Fels klebende Festung, sieht schon spektakulär aus, doch was sich dahinter verbirgt, war auch sehenswert. Die Räume reichen weit in den Fels hinein, und das über mehrere Etagen, bis zur Aussichtsterrasse. Neben antikem Mobiliar, dem Zimmer der Comtesse, sowie der Burgküche, gab es auch eine gut ausgestattete Folterkammer. Es war ja noch Vormittag, und unweit von der Burganlage liegt der Ort Les-Eyzies-de-Tayac, der unser nächstes Ziel war. Die Häuser des kleinen Ortes sind dicht vor einer imposanten Steilwand erbaut. Einfach nur beeindruckend, wir kamen aus dem staunen gar nicht mehr hinaus, bei der Ortsbesichtigung. Genug alte Steine besichtigt für heute, lass uns mal wieder eine kleine Waldwanderung machen, von der Beune nach Commarque. Es war eine sehr schöne Wanderung, aber die Beschilderung war nicht so gut. Als wir merkten, zum Schloss kommen wir auf dem Weg nicht, sind wir umgedreht und zurück zum Wohnmobil gelaufen.

Auf der Park4Night, haben wir einen schönen Stellplatz, außerhalb von Sarlat, an einer Likör -Destillation gefunden. Das mussten wir uns natürlich anschauen, den Weinvorrat aufgefüllt und nochmal einen Walnuss Likör eingekauft. Diese Flaschen haben ich aufbekommen und der Abend ging beschwingt zu Ende.

Die letzten Tage, hier im Perigord waren einfach traumhaft schön, schauen wir mal was wir heute erleben. Zuerst haben wir uns Sarlat angeschaut, mit einem vollständig erhaltenen alten Stadtkern, dem Gänsemarkt und die ungewöhnliche Markthalle, wo wir mal wieder Käse ein wenig Gemüse und natürlich leckeres Baguette eingekauft haben. Auf zu unserem nächsten Ziel, die beeindruckende Gärten von Marqueyssac. Ein Höhenweg führt zu einem Aussichtspunkt, vorbei an ca. 50Tsd. Buchsbäume, die von 6 Gärtnern, per Hand mit Wasserwaage geschnitten werden. Auch wenn es sehr anstrengend war, da hoch zu laufen, die Aussicht war gigantisch. Und der anschließende Kaffee und Kuchen war wohl verdient.                                                                Unser nächstes Ziel, Beynac-et-Cazenac, haben wir von der Aussichtsplattform aus schon gesehen, und jetzt erkundigen wir dieses vor Ort. Und wieder ein wunderschöner Ort, mit steilen kleinen Gässchen, netten Häuschen, gelegen an der Dordonne. Ganz in der Nähe war wieder ein Stellplatz von Pass Etap, wo wir auf gesucht haben und die Nacht verbracht haben.

Hier an der Dordonge, reiht sich eine Burg an der anderen, und ein schönes Städtchen an das andere, alles kann man sich gar nicht anschauen, weil es einfach zu viel und zu ähnlich ist. Deshalb haben wir die Burgen weggelassen und sind nach La Roque-Gageac gefahren, das keine 5 km vom Stellplatz entfernt war. Wieder ein prämiertes Dörfchen, eine Häuserzeile zieht sich entlang der Dordogne eine weitere klebt weiter oben unter der Steilwand. Und über eine Holztreppe führt der Weg noch weiter hinauf zum Fort Troglodytique, das aber in der Zwischenzeit gesperrt ist, wegen Einbruchgefahr. Wenn man in diesen Örtchen/Gebiet unterwegs ist, bekommt der Spruch, "Leben wie Gott in Frankreich", seine besondere Bedeutung. Auch wenn es hier besonders schön war, zog es uns weiter nach Domme. Für Wohnmobile war der direkte Weg gesperrt, so mussten wir einen Umweg fahren, aber viel breiter waren die Straßen, hoch auf den Hügel von Domme, auch nicht. Vom Ort aus hat hat meinen super Ausblick auf das Dordogne Tal, allein deshalb hat sich die beschwerliche Fahrt da hoch, rentiert. Auf weiterhin schmalen Straßen, ging es auf die andere Seite des Tales, steil hoch nach Vitrac. Außerhalb des Ortes fanden wir einen schattigen Parkplatz unter einem großen Walnussbaum. Da haben wir doch rund ein Kilo reife Walnüsse aufgesammelt, als wir fertig waren kamen Einheimische, die auch das gleiche vorhatten. Nach der Kaffeepause, heute mit der neuen Ernte Walnüsse als Snack, ging es wieder runter ins Tal, entlang der Dordogne nach Soulliac. Endlich wieder ein größerer Ort mit Tankstelle und Supermarkt, wo wir alles auffüllten, für die nächsten Tage. Geplant war in Rocamadour die Nacht zu verbringen, aber die Stellplätze haben uns nicht gefallen, so das wir runter ins Tal gefahren sind, wo wir einen schönen einsamen Platz mitten in der Natur, bei Saint-Souzi gefunden haben.

Nach einer ruhigen einsamen Nacht, kam am Morgen ein Omnibus angefahren und parkte ein Stückchen weiter, und es stiegen sehr vielen Menschen aus. Was machen die denn hier, fragten wir uns, am Ende der Welt? Das müssen wir auch wissen. Eine alte Mühle war der Grund, warum hier so viele Touristen ankamen. Auf Grund des Menschen Andrangs, sind wir geflüchtet, wieder in das Tal der Dordogne nach Creyesse, Ein idyllisches kleines Dörfchen, das wir ohne viele Menschen angeschaut haben

Durch enge, kleine Straßen fuhren wir hoch nach Martel, zu einem tollen Stellplatz, etwas außerhalb. Kaum kamen wir in die Altstadt, waren wir schon an dem Wochenmarkt angekommen. Da komme ich ja nicht vorbei und mir die Auslagen anzuschauen. Und ganz spontan fiel mir ein, was es heute Abend zu essen gibt. Wunderschöne große Steinpilze, für € 12.-- pro Kg, der Tag ist gerettet. Glücklich und zufrieden schauten wir uns noch in den Gassen um. Von Martel ging es über eine steile , kurvige Straße wieder runter  zur Dordogne, wo wir am Ufer eine Rast eingelegt haben, und dem Treiben auf dem Fluss zugeschaut haben. Genug relaxt, weiter dem Fluss entlang, über kleine und schmale Straßen zirkelte wir, den "Ludwig", nach Carennac.  Der Parkplatz für Wohnmobile lag sehr außerhalb des Ortes, nichts desto trotz bei sehr hohen Temperaturen haben wir uns auch diesen Ort angeschaut. Alte Steinhäuser, zum Teil sehr schmal gebaut, am Ufer der Dordogne, liegt der romantische Ort, sogar mit einem Rapunzel Turm. Langsam wurde es Zeit wieder nach einem ruhigen Platz für die Nacht zu suchen, in Girac, unweit der Dordogne, haben wir ihn gefunden. Es war höchste Zeit, das leckere Steinpilz Gericht zuzubereiten.


So langsam kommen wir an das Ende unserer Reise, geplant war noch Argentat, das wir auch besucht haben. Es hat uns aber nicht so fasziniert, wie die Orte in den letzten Tagen. Nun war die Überlegung, fahren wir nach nun schon über 3 Wochen, noch ein wenig in die Ardeche rein und dann nach Hause, oder machen wir uns auf den Weg, denn es waren noch ca. 1200 km zurück. Wir haben uns für den Heimweg entschieden, aber über die Landstraßen, bis hinter Djion. Die Ardeche holen wir nach, auf unserer nächsten Reise in das schöne Frankreich.

 Am Kanal Lateral a la Loire in Molinet, haben wir einen schönen kostenlosen Stellplatz für die Nacht gefunden.

Die Landstraße hinter dem Stellplatz, war am Morgen schon sehr störend, aber so kamen wir nicht zu spät los, den wir hatten ja doch noch so einige Kilometer vor uns. Heute sind wir hauptsächlich Autobahn gefahren, trotz der doch schon sehr teuren Mautgebühren in Frankreich. In Luxemburg haben wir natürlich noch einmal günstig getankt, jedoch auch 10 Cent teurer, wie vor 3 Wochen auf dem Hinweg. 

 Auf einem Wanderparkplatz, oberhalb der Mosel, bei Konz haben wir die letzte Übernachtung eingelegt, bevor es dann am nächsten Morgen, bei Herbstnebel über der Mosel, Richtung Heimat ging.

Nach 3 1/2 Wochen und fast 5000 km, ging unsere Tour durch Frankreich zu Ende. Die Erwartungen waren eigentlich nicht so hoch, doch wir wir sind inzwischen Begeistert von Frankreich .Besonders die letzte Woche, im Perigord an der Dordogne war sensationell gigantisch. Die Landschaften, die wirklich hübschen Orte einfach nur genial. Das soll aber nicht die Burgen und Schlösser an der Loire, oder der Atlantik und seine Naturschutzgebiete schmälern, auch das hat uns gefallen.

Was mir eigentlich nie so bewusst war, Frankreich ist das Land für Wohnmobil Reisende, unzählige Stellplätze mit Ver/Entsorgungsstationen ob kostenlos oder gegen geringe Gebühren, einfach perfekt. Auch das freie Stehen über Nacht, war kein Problem, wenn man sich an Verbote hält und Rücksicht nimmt, bekommt man keine Probleme. Das war bestimmt nicht die letzte Reise nach Frankreich, wir haben neue Ziele für unsere Touren entdeckt.


Ich hoffe, das meine Begeisterung für diese Tour auf Euch überschnappt und Ihr auch als eines Eurer nächsten Touren plant.

Falls Ihr Fragen - Anregungen habt, füllt das Kontaktformular aus, ich freue mich über jede Nachricht und beantworte sie auch.

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