Harz

           Harz



                Wohnmobil - Tour


Die ehemaligen Arbeitskollegen haben zu einem Treffen in Göttingen auf gerufen.

Logo, das ich da hinfahre, ein nettes Wochenende, mit viel Spaß und alten Storys


Und wenn ich schon mal da oben bin, kann man es ja gleich mit einer Tour in den Harz verbinden.

Gesagt getan - dann viel Spaß bei meinem Reisebericht über den Harz.

Von Göttingen, über Ebergötzen, am Brotmuseum (war geschlossen) und an der Wilhelm Busch Mühle, weiter nach Duderstadt, auf einen kostenlosen Stellplatz beim Freibad, in relativer Zentrumsnähe und doch ruhig.

Duderstadt glänzt mit einer historischen Altstadt, mit sehr vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Es ist eine Besichtigung  wirklich wert.

Am nächsten Morgen, ging es weiter zu dem wenig entfernten Grenzland-Museum von Eichsfeld. Auch nach über 30 Jahren, ist so ein Ort für mich, irgendwie unwirklich. Das es solche Grenzen einmal gab, und hoffentlich nie wieder geben wird! Genug Vergangenheit, weiter zu einer Wanderung an die Rhumequelle. Die Quelle ist gut erschlossen zum wandern, entweder kurz einmal rund herum, oder mit 4 km weiter in den Wald hinein, bis zu einer Wanderhütte und wieder zurück.                 Über Osterrode, eigentlich ein bekannter Ort im Harz, aber nicht wirklich sehenswert. Es war wie ausgestorben, traurig.  Weiter an der Sösseltal Sperre hoch in den Nationalpark Harz. Es war schockierend, zu sehen, was der Borkenkäfer angerichtet hat. Kilometerlang, abgestorbene Bäume oder schon abgeholzte Bäume. Wahnsinn, das kann man, wenn man es nicht selber gesehen hat, sich nicht vorstellen. Zum Glück hat die Sonne geschienen, sonst hätte man meinen können, man ist mitten in einer Hitchcock Filmkulisse gelandet. Wenden wir uns wieder schöneren Blicken zu, und fahren runter Richtung Sankt Andreasberg, zur Grube Samson. Wir kamen leider zu spät, zur offiziellen Besichtigungstour, und konnte es leider nur von außen anschauen. So langsam war es auch Zeit einen Stellplatz für die Nacht zu suchen. An der Odertalsperre, über den einspurigen Damm kann man rüberfahren, in Richtung eines nicht unbedingt zu empfehlenden Campingplatz, davor gibt es aber einen ruhigen Waldparkplatz, mit Sicht auf die Odertalsperre. Super Platz für die Nacht. 

Mit Sonnenschein und von Vogelgezwitscher aufwachen, besser kann kein Tag anfangen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter, nach Walkenried. Die Ruinen der Zisterinerabtei Kloster aus dem 12. Jhr. ist schon beeindruckend, wie man mit den damaligen Möglichkeiten, so etwas bauen konnte. Das nächste Ziel, war das Ostdeutsche Fahrzeug + Technik - Museum in Benneckenstein. Doch leider hatten Sie Ruhetag. Aber es gibt ja noch genügend interessantes im Harz zu besichtigen. An der Pullman City Westernstadt Harz, fuhr ich vorbei, zur Holzköhlerei. Die doch eindrucksvoll war, und auch die Wanderwege rund herum, durch die Wälder. Nach einer ausgiebigen Wanderung, gab es erstmal zur Stärkung Kaffee und Kuchen, bevor es weiterging nach Gernrode, zu einem tollen Stellplatz.                                                                                                                                 Am Waldrand in der Nähe ein See, und sogar kostenlos. Danke an die Gemeinde Gernrode. 

Das nächste Ziel war die Stadt Quedlinburg. Eine beeindruckende alte Stadt, die schönste auf der Harz-Tour. Jedoch an den Parkmöglichkeiten für WoMo`s gibt es noch einiges zu verbessern. Ein paar enge Plätze, für mindestens € 10,00 egal wie lange, aber wenigstens die Möglichkeit den Frischwassertank und Toilette zum entleeren kostenlos gab es, übernachten möchte ich da aber nicht, da es bestimmt zu laut ist. Trotz allem, eine Besichtigung ist die Stadt wert, auch hoch auf das Schloss muss man gehen, auch wenn es im Moment eingerüstet ist.                                                                                                                            Etwa 5 km entfernt, steht die Teufelsmauer bei Weddersleben. An einem kleinen Parkplatz, beginnt ein ca. 3 km langer Rundweg, über sehr viele Treppen hoch, zu dem beeindruckenden Naturschauspiel, mit einem tollen Weitblick über den Harz. Als nächstes stand dann in der Nähe von Thale, der Aussichtspunkt Rosstrappe an. Es gibt 2 Möglichkeiten zu diesem Aussichtspunkt zu gelangen, entweder vom Gasthaus Königsruhe, einen schmalen Pfad mit 270 Höhenmeter hoch zu laufen, oder zum Parkplatz des Hotels zur Rosstrappe hoch zufahren, und dann ca. 2 km den Weg zu gehen. Es ist tolles Erlebnis mit beeindruckender Aussicht ins Tal. Nach der Rückkehr gab es erstmal, die obligatorische Kaffee-Kuchen- Pause, bevor es nach Blankenburg ging. Der Ort selber war nicht so beeindruckend, außer dem Schlosspark. Den Tag beendet haben wir in der Nähe von Blankenburg, auf dem Parkplatz vom Kloster Ilsenburg, einsam und sehr ruhig, nach einem kleinen Spaziergang durch das Klostergeländer mit den Fischteichanlagen.

  • Am nächsten Morgen ging es noch einmal in das Kloster, wollte eigentlich frischen Fisch kaufen. Doch es gab nur geräucherten und keine Filets, und zu Preisen, die einem Schwaben nicht gerecht wurden. Also weiter nach Wernigerode, einem der bekanntesten Orte im Harz. Aber auch her sind Wohnmobile nicht so beliebt, es gibt einen großen staubigen Parkplatz, direkt an der Hauptstraße, für € 10,00 Tagespauschale. Dank Park4Night, fand ich noch einen Parkplatz auf der anderen Seite des Bahnhofes, und das kostenlos. Wernigerode ist ein ausgewiesener Touristenort, schöne alte Fachwerkhäuser und am Berg oben ein sehr schönes Schloss, aber den Berg hoch zu laufen, war bei über 20 Grad nicht so prickelnd.                                                    Da es so warm war, ging es kurzentschlossen, nach Elbingerode in das Schaubergwerk Büchenberg, unter Tage. Die Führung begann wohl um15 Uhr, aber die netten Herren haben auf uns gewartet. Voll ausgerüstet mit Helm und dicker Jacke, ging es hinunter in das stillgelegte Erzbergwerk, zur sehr interessanten ca. 1 Stündigen Führung. Danach ging es nach Schierke, zur Haltestelle der Brocken-Dampfeisenbahn. Geplant war, da zu Übernachten, und am nächsten Morgen hoch auf den Brocken zu fahren. Gut das, wir uns das angeschaut haben, der WoMo Platz war nicht sehr einladend und € 51,00 pro Person für die Fahrt mit der Dampfeisenbahn, ist schon sehr sportlich. Also neues Ziel, hinunter nach Elend, auf einen Parkplatz direkt an einem See. Am Anfang stand das WoMo alleine da, doch nach und nach wurde der Platz voll, mit PKW`s und WoMo`s, es war trotzdem sehr ruhig die Nacht. 

    Wer nicht Eisenbahn fahren will, muss halt laufen, aber nicht auf den Brocken, sondern auf dem Wurmberg gegenüber vom Brocken. Über den Kolonnenweg, dem Relikt der alten Grenzsicherungsanlagen, ging es über 9 km und 170 Höhenmeter hoch, auf den Aussichtsberg. Schweißtreibende Wanderung, aber wunderschön durch die Wälder mit Blick auf dem Brocken. Auf dem Rückweg zogen dann dunkle Wolken auf, aber zum Regnen fing es erst am nächsten Ziel in Goslar an. Auf Grund des Regens wurde auf die Stadtbesichtigung verzichtet und lieber Kaffee und Kuchen verspeist. Kurzentschlossen haben wir einen Stellplatz im Wald in der Nähe von Schulenberg angefahren und uns von der Wanderung erholt.                                                                Jedoch später noch eine kleine Wanderung um den naheliegenden See, bei Nieselregen zu machen. 

    Nach einer durchregneten Nacht, schien am nächsten Morgen, am Anfang etwas spärlich die Sonne, aber dann wurde es wieder sehr schön. Auf zum nächsten Ziel......dem Wald-Wandel-Weg im National Park bei Torfhaus, zu einer sehr interessanten Wanderung.                                                                                                                                                                                                          So die geplante Tour durch den Harz, haben wir vollbracht, ein wenig noch an der Weser entlang und über Ostwestfalen zurück ins Allgäu. 

    Auf dem Weg zur Weser, ging der Weg über Bad Gandersheim und weiter in die wunderschöne Fachwerkstadt Einbeck. Ein kleiner Stadtbummel, nach dem Besuch der Eisdiele, ging es hoch hinauf zu einem sehr schönen , ruhigen Wanderparkplatz zur Übernachtung.  Über Holzminden und dem Kloster Corwey, ging es der Weser entlang Richtung Heimat.     


    Es war eine sehr schöne Tour durch den Harz, eine Gegend in der ich vorher noch nie war.

    Es gibt sehr viele schöne Möglichkeiten zum Wandern und auch sehr schöne alte renovierte Städte , mit tollen alten Fachwerkhäusern.

    Erschreckend waren die Auswirkungen im Harz von dem Borkenkäfer. Man weis es, aber man muss es gesehen haben, was der kleine Käfer so alles anrichtet, um es einem noch bewusster zu machen. 

    Passt auf unsere Natur auf, wir haben nur die eine.

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