Südschwarzwald
Den heißen Sommer haben wir zu Hause verbracht, aber jetzt Mitte September, wird es wieder Zeit auf Tour zu gehen. Die beste Wetterprognose war für das Breisgau angezeigt in der kommenden Woche. Also los geht es für 1 Woche, zum Wandern und Radeln in den Schwarzwald und an den Kaiserstuhl.

Gegen Mittag sind wir gestartet, unser erstes geplante Ziel war der Schluchsee. Kurz vor dem Schluchsee, haben wir kurzfristig eine Zielplanung vorgenommen. Unser neues Ziel, war Menzenschwand, auf dem offiziellen Stellplatz, etwas außerhalb des Ortes, beim Skilift. Ein sehr praktischer ruhiger Platz, zwischen den Wiesen, bezahlbar per Umschlag, für E 12,-- plus Strom €1.-- für 6 Stunden.
Nachdem wir ein wenig uns in der Sonne entspannt haben, sind wir noch ein wenig durch den Ort geschlendert.
Mit leichten Nebelschwaden über den Wiesen begann ein neuer sonniger Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück, haben wir die Fahrräder fertig gemacht. Unser erstes Ziel der Radtour war St. Blasien. Auf nicht ganz leicht zu fahrenden Schotterwegen im Wald, kamen wir nach rund 8 km am Dom von St. Blasien an. Als erstes haben wir uns den 4. größten Kuppelbau Europas angeschaut, der innen mit weißem Marmor ausgebaut ist. Ein sehr imposanter Bau aus dem Jahr 1771. St. Blasien ist ein sehr schöner Ort, mit den alten Fachwerkhäusern und den vielen bunten Blumen rundherum. Nach der Kaffeepause, fuhren wir weiter in Richtung Schluchsee, meist entlang der Bundesstraße auf dem Radweg, der stetig Bergauf ging.
An der Staumauer vom Schluchsee, haben wir die nächste Rast eingelegt, und das treiben auf dem See verfolgt.
Nördlich des See`s, fuhren wir weiter in den Ort Schluchsee. In der Fußgängerzone, bei der sehr ausgefallene, modernen Kirche, haben wir wieder angehalten zu der Besichtigung dieser. Nun war Kaffee und Kuchen Pause angesagt zur Stärkunk der letzte Etappe, zurück nach Menzenschwand, Der anstrengendste Teil unser Radtour. Nach 39 km und insgesamt 780 Höhenmeter, haben wir unseren Stellplatz wieder erreicht.
Fix und fertig waren wir, da hilft nur ein Sonnenplätzchen im Liegestuhl zu suchen und erholen von der Radtour.
An diesem Abend gab es keinen Spaziergang mehr.
Nach der anstrengenden Radtour gestern, haben wir es am nächsten Tag etwas ruhiger angehen lassen. Wir sind mit dem Fahrrad zu den Menzenschwander Wasserfälle gefahren. Habe die Räder unterhalb abgestellt und sind hoch zu den Wasserfällen gelaufen. Auch wenn nicht so viel Wasser herabgestürzt ist, wegen der Sommer Dürre, war es auf jeden fall ein Besuch wert.
Von da aus haben wir dann ausgekundet, wie der Weg zum Feldberg zu fahren ist. Auf groben Schotter steil bergauf, mag ja noch ok sein, aber wir müssen ja auch wieder retour. Nein Danke, das ist uns zu gefährlich, dann fahren wir morgen mit dem Ludwig, dorthin. Also zurück zum Stellplatz, am Kurhaus, am ehemaligen Kurbad und am Wildgehege vorbei, zum Stellplatz. Die nächsten Stunden haben wir die Sonne im Liegestuhl genossen. Bevor wir am Spätnachmittag nochmal die Räder gesattelt haben und nach Bernau hochgefahren sind. So kamen wir auch heute auf fast 30 km, aber nicht so viele Höhenmeter wie gestern.
Nachdem wir 3 Nächte in Menzenschwand, auf dem empfehlenswerten Stellplatz verbracht haben, war es Zeit weiter zu fahren. Geplant war auf den Feldberg zu wandern, nur Wohnmobile sind anscheinend nicht gerne gesehen. Außer einem Parkhaus, nicht für WoMo`s fanden wir keinen offiziellen Parkplatz. Dann halt nicht, so fuhren wir weiter zu den Todtnauer Wasserfälle, mit ausreichenden Parkplätze auch für Wohnmobile.
Es war etwas verwirrend, ob man am Automat zahlen muss, oder nicht, da das Kassenhäuschen nicht besetzt war. Es gibt zwei Rundwege zu den Wasserfällen, einmal über die lange Hängebrücke (nichts für Höhenängste) oder den kürzeren Weg, den wir genommen haben. Es war relativ viel los, für Montag nach den Schulferien.
Nach der kleinen Wanderung, fuhren wir weiter zum Schauinsland. Jedoch desto höher wir fuhren, desto mehr Nebel kam auf. Die geplante Wanderung zum Schauinsland Turm, haben wir auf Grund des Nebels nicht unternommen, sondern sind nur ein Stückchen spazieren gegangen. Dabei bekamen wir ein paar schöne Nebelaufnahmen vor die Linse.
Das nächste Ziel, war runter den Berg nach Freiburg, zum Stellplatz an dem Messegelände. Auf diesem Platz bin ich schon mal im Februar gestanden, da war genügend Plätze frei. Es war circa 14 Uhr, als wir ankamen, von den 75 Parkplätze waren nicht mehr viele frei. Gut das wir so früh angekommen sind. Vom Stellplatz aus, kann man bequem mit der Straßenbahn, in ca. 10 Minuten ins Zentrum fahren. Das Freiburg eine sehr sehenswerte, gemütliche Stadt ist, dürfte bekannt sein. Wir sind durch die Gassen geschlendert, haben die Sehenswürdigkeiten besichtigt und das Flair genossen. Bevor wir wieder zurück zum Ludwig gefahren sind, haben wir noch sehr gemütlich, in einen der vielen alten Gaststätten, lecker gegessen.
Den Abend haben wir dann, schön mit Anja und Olli verbracht, die unsere Nachbarn in Menzenschwand waren, und das gleiche Ziel heute hatten, wie wir.
Unser nächstes Ziel, war der Kaiserstuhl, in Ihringen haben wir uns ein schönes Plätzchen herausgesucht, auf einem
Winzerhof. Der war aber leider überfüllt, so das wir 300m weiter gefahren sind, zum Waidhof, wo wir den letzten Stellplatz ergattern konnten, in den Obstplantagen für € 16,-- incl. Strom, aber ohne Ent/Versorgung.
Für eine Radtour war es das perfekte Wetter, sonnig nicht zu warm. Unser erstes Ziel war Breisach, etwa 8 km entfernt.
Nach einer ausgiebigen Erkundungstour von der Stadt, haben wir uns ein Caffè gesucht, wo wir wieder unser WoMo Paar Anja und Oli getroffen haben. Danach fuhren wir entlang des Rheins, bis nach Burkheim, einem wirklich schönen, alten Weindorf, das man sich anschauen muss.
Über Achkarren, fast immer auf Radwege, ging es wieder zurück nach Ihringen, wo wir am Spätnachmittag nach ca. 30 km ankamen. Den Rest des Tages haben wir in der Sonne gemütlich und ruhig verbracht.
Nachdem die Brigitte, beim Radeln eine Erkältung sich geholt hat und nicht wirklich fit war, haben wir beschlossen, den letzten Tag nicht in Ihringen zu verbringen, sondern mit ein paar Stopps nach Hause zu fahren. Den ersten Halt, haben wir in Endingen gemacht, auch einem schönen alten Weinort mit Fachwerkhäusern. Der Kaiserstuhl, hat schon ein bestimmtes gemütliches Flair, das sich immer wieder für einen Stopp lohnt.
Das nächste Städtchen das wir uns angeschaut haben, war die alte Orgelmacher Stadt - Waldkirch. Parken kann man auf dem kostenpflichtigen Stellplatz mit schönen alten Bäumen im Schatten. Jedoch nur für einen kompletten Tag und Nacht, für € 10,-- in Bar, oder per Easy-App für € 11,50??. Da wir nur ein - zwei Stunden bleiben wollten, haben wir uns einen PKW Parkplatz in der Nähe gesucht.
Unsere Meinung ist, man muss nicht unbedingt Waldkirch anschauen, höchstens wenn man Übernachten möchte.
Über Simonstal - Furtwangen - Tuttlingen fuhren wir dann wieder nach Hause.
Fazit: Die Kurzreise in den Schwarzwald und an den Kaiserstuhl, war sehr schön, mit den Radtouren und Wanderungen und auch die Stadtbesichtigungen kamen nicht zu kurz. Das Herbstwetter, dieser Woche war super toll mit bis zu fast 25 Grad, morgens etwas kühler noch, jedoch nach dem der Nebel verschwunden war, optimal für unser Vorhaben.
